Peter Hermann tot: Fußball trauert um langjährigen Co-Trainer und Bayern-Triumphhelfer
Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 15:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWSPeter Hermann ist tot. Der langjährige Co-Trainer und frühere Profi starb am Samstag im Alter von 74 Jahren.
Große Trauer im deutschen Fußball
Die Nachricht löste am Bundesliga-Spieltag sichtbare Betroffenheit aus. Borussia-Dortmund-Trainer Niko Kovac brach im Gespräch mit dem ZDF sichtlich mit der Stimme und bezeichnete Hermanns Tod als Schock.
Auch beim Heimspiel von Bayer Leverkusen gegen RB Leipzig erinnerte der Club vor Anpfiff an seinen früheren Mitarbeiter. Vor dem Spiel wurden Bilder aus Hermanns Karriere gezeigt, die Teams liefen mit Trauerflor auf, und es gab eine Schweigeminute.
Karriere zwischen Leverkusen, Dortmund und Bayern
Hermann war über viele Jahre in verschiedenen Rollen bei Bayer Leverkusen tätig und prägte den Club nach Angaben des Vereins fast drei Jahrzehnte lang. Später arbeitete er unter anderem für Borussia Dortmund und Bayern München.
Besondere Bekanntheit erlangte er als Co-Trainer unter Jupp Heynckes beim Triple-Jahr 2013 mit dem FC Bayern. Auch beim DFB sowie bei weiteren Clubs und Stationen im deutschen Fußball hinterließ er Spuren.
Abschied nach langer Krankheit
Nach Angaben seines früheren Vereins litt Hermann an einer nicht heilbaren Erkrankung des motorischen Nervensystems. Sein letzter großer Abschnitt im Profifußball endete 2022 beim BVB.
Viele Weggefährten würdigten ihn als bodenständig, verlässlich und fachlich hoch angesehen. Für den deutschen Fußball ist sein Tod der Verlust einer prägende Figur, die über Jahre im Hintergrund wirkte und doch an vielen Erfolgen beteiligt war.
Ein Verlust für den deutschen Fußball
Peter Hermann gehörte über Jahrzehnte zu den prägenden Figuren im Hintergrund des deutschen Profifußballs. Seine Karriere führte ihn zu Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund, dem Hamburger SV, Schalke 04, Bayern München und zur Arbeit für den DFB; gerade diese breite Stationenliste zeigt, wie stark sein Einfluss über einzelne Vereine hinausreichte.
Der Tod eines langjährigen Co-Trainers wirkt im Fußball besonders, weil diese Rolle oft erst dann sichtbar wird, wenn sie fehlt. Hermann stand nicht für große Selbstdarstellung, sondern für Verlässlichkeit, Detailarbeit und die direkte Arbeit mit Spielern. Genau solche Profile tragen dazu bei, dass Teams über Jahre stabil bleiben und Trainerstäbe funktionieren.
Bedeutung über den Spieltag hinaus
Für Leverkusen, Dortmund und Bayern ist die Nachricht auch deshalb mehr als eine Randnotiz, weil Hermann an sportlich erfolgreichen Phasen beteiligt war. Der Triple-Jahrgang 2013 mit Bayern ist dafür das bekannteste Beispiel, doch sein Einfluss begann lange davor und reichte bis in die Ausbildungsarbeit beim DFB.
Für Leser bedeutet der Fall auch: Der deutsche Fußball würdigt nicht nur Stars und Cheftrainer, sondern zunehmend jene Fachleute, die in zweiter Reihe Strukturen schaffen. Der öffentliche Abschied in Leverkusen mit Schweigeminute, Trauerflor und Erinnerungsbildern unterstreicht, welchen Stellenwert Hermann in der Branche hatte.
Einordnung des Nachrufs
Der Tod eines solchen Funktionsträgers bündelt sportliche Erinnerung und institutionelle Anerkennung. Er macht sichtbar, wie stark Vereinsidentität und langjährige Expertise im deutschen Fußball voneinander abhängen.
