PIK-Direktor fordert Abgabe auf neue Öl- und Gasheizungen
30.03.2026 - 06:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deAuf den ersten Blick möge das politisch schwer durchsetzbar sein, sagte der Klimaforscher. "Wenn man aber in Rechnung stellt, dass sich der Brennstoffpreis für grünes Gas bis 2045 im Vergleich zum heutigen Erdgaspreis verdoppeln, vielleicht sogar verdreifachen könnte, dann ist diese Abgabe keine Zusatzbelastung, sondern ein Schutz vor massiven Kostensteigerungen, denen Haushalte ansonsten ausgesetzt wären", sagte Edenhofer.
Den Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes nannte Edenhofer "verunglückt". Er sei sich aber sicher, dass es in nicht allzu ferner Zukunft eine Revision geben werde - "und dann sollten Maßnahmen eingeführt werden, die verhindern, dass durch massenhaften Einbau neuer Öl- und Gasheizungen die Emissionen für Jahrzehnte zementiert werden und für die Mieter und Eigentümer hohe Kosten verursacht werden".
Zum neuen Klimaschutzprogramm der Bundesregierung sagte Edenhofer, dass es "nicht wirklich zufriedenstellend" sei. "Wir sehen eine Lücke von insgesamt 85 bis 102 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten im Zeitraum bis 2040." Man müsse jetzt darüber sprechen, wie diese massive Lücke geschlossen werden könne. Auch die Verfehlungen der Klimaziele bis 2030 im Gebäude- und Verkehrssektor adressiere das Programm viel zu wenig.
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