Olympia-Bewerbung München, Ronald Rauhe

Olympia-Bewerbung: Rauhe plant Treffen mit Merz und Coventry

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 13:28 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Sportstaatsminister Ronald Rauhe will die deutsche Bewerbung gemeinsam mit DOSB und München bei IOC-Präsidentin Kirsty Coventry und Bundeskanzler Friedrich Merz vorstellen. Das Treffen soll in Lausanne oder Berlin stattfinden und die Bewerbung für 2036, 2040 oder 2044 unterstützen.

Rauhe und Merz planen Treffen mit IOC-Präsidentin
Ronald Rauhe (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Sportstaatsminister Ronald Rauhe plant gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und der Bewerberstadt München ein Treffen mit IOC-Präsidentin Kirsty Coventry und Bundeskanzler Friedrich Merz. Die Gespräche sollen in Lausanne oder Berlin stattfinden und die deutsche Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 voranbringen.

Gemeinsamer Auftritt für München

„Dort wollen wir die deutsche Bewerbung genauer vorstellen und natürlich für Deutschland als top Sport-Standort werben“, sagte Rauhe dem „Spiegel“. Der zweifache Olympiasieger lobte zugleich Merz für dessen Einsatz und sagte: „Man merkt ihm an, dass er die Spiele unbedingt nach Hause bringen will“.

Nach Rauhes Angaben hatte Coventry in einem Telefonat mit ihm und Merz am vergangenen Donnerstag positive Signale ausgesendet. Die IOC-Präsidentin sei dankbar gewesen, dass Deutschland den Bewerbungsweg mit München weitergehe, und sehe Deutschland als Treiber für Europa.

DOSB soll Bewerbung federführend einreichen

Bei der Zuständigkeit im weiteren Verfahren positionierte sich Rauhe klar zugunsten des DOSB. „Federführend ist der DOSB, weil der die Bewerbung beim Internationalen Olympischen Komitee einreicht“, sagte der Sportstaatsminister.

Gleichzeitig plädierte Rauhe für ein Gemeinschaftsprojekt von DOSB, Bund und München. „Der DOSB wird eine starke Mannschaft hinter sich haben“, sagte er dem „Spiegel“.

Entscheidung über Gastgeber fällt 2029

Neben Deutschland haben Katar mit Doha, Indien mit Ahmedabad, Südkorea ohne bislang benannte Stadt, Ungarn mit Budapest, die Türkei mit Istanbul sowie Südafrika mit Kapstadt, Durban und Johannesburg Interesse bekundet. Bis Ende Oktober können weitere Bewerber ihr Interesse beim IOC erklären.

Im November sollen die Pläne der Bewerber der IOC-Auswahlkommission vorgestellt werden. Im März 2027 will das IOC entscheiden, welche Kandidaten in den Strategischen Dialog einziehen; die Vergabe der Olympischen Sommerspiele und Paralympics 2036 soll Mitte 2029 erfolgen.

Die deutsche Bewerbung mit München befindet sich in einer frühen, aber entscheidenden Phase. Bis Ende Oktober können weitere Interessenten ihr Interesse an den Sommerspielen 2036 bekunden; im November sollen die Bewerber ihre Konzepte der IOC-Auswahlkommission vorstellen. Im März 2027 steht die Entscheidung an, welche Projekte in den Strategischen Dialog einziehen.

Für München geht es dabei nicht nur um einen einzelnen Austragungstermin. Die Bewerbung gilt für 2036, 2040 oder 2044. Sollte das IOC die Spiele 2036 an einen anderen Bewerber vergeben, könnte München für eine der beiden folgenden Ausgaben im Verfahren bleiben. Die deutsche Kandidatur tritt neben Bewerbungen aus Katar, Indien, Südkorea, Ungarn, der Türkei und Südafrika an.

Politische Unterstützung und offene Anforderungen

Das geplante Treffen soll die Bewerbung politisch und organisatorisch bündeln. Nach Rauhes Darstellung liegt die Federführung beim DOSB, der die Bewerbung beim IOC einreicht; zugleich sollen Bund, Sportorganisationen und die Stadt München gemeinsam auftreten. Für die weitere Auswahl werden neben sportpolitischer Unterstützung konkrete Detailpläne und finanzielle Garantien entscheidend sein.

Die Münchner Bewerbung muss damit sowohl internationale Konkurrenz als auch die Anforderungen des IOC berücksichtigen. Die Vergabe der Olympischen Sommerspiele und Paralympics 2036 soll Mitte 2029 erfolgen. Bis dahin stehen mehrere Prüf- und Auswahlstufen an, in denen Konzept, Finanzierung und Gastgeberprofil weiter geschärft werden.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

ZDFheute: „Deutsche Olympia-Bewerbung: Das sind die sechs Konkurrenten für München“ (06.10.2026)

Der Beitrag ordnet die deutsche Bewerbung vor allem über die internationale Konkurrenz ein und nennt die sechs weiteren Bewerberländer. Außerdem beschreibt er die nächsten Verfahrensschritte bis zur Vorauswahl im März 2027 sowie die mögliche Ausrichtung 2040 oder 2044.

Bayerischer Rundfunk: „IOC: Sechs Konkurrenten für München im Kampf um Olympia 2036“ (06.10.2026)

Der BR hebt ebenfalls die sechs Konkurrenten und den Zeitplan hervor, setzt aber einen zusätzlichen Schwerpunkt auf die noch ausstehenden Detailpläne und finanziellen Garantien. Im Mittelpunkt steht damit stärker die praktische Vorbereitung der Münchner Bewerbung.

Beide Beiträge bestätigen die internationale Konkurrenz und den mehrstufigen IOC-Prozess. Unterschiede bestehen vor allem in der Gewichtung: Während ZDFheute die strategische Perspektive der Bewerbung für mehrere Spiele betont, richtet der BR den Blick stärker auf Finanzierung und konkrete Bewerbungsunterlagen.

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