Olympia-Bewerbung, DOSB

Olympia-Bewerber: Steinmeier verkündet Deutschlands Kandidaten am 26. September

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 13:45 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der DOSB verkündet am 26. September seinen Bewerber für die Olympischen Spiele 2036, 2040 und 2044. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begleitet die Entscheidung in Baden-Baden.

Steinmeier bei den Olympischen Spielen. (Archivbild) - Bild: Peter Kneffel/dpa
Steinmeier bei den Olympischen Spielen. (Archivbild) - Bild: Peter Kneffel/dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am 26. September gemeinsam mit DOSB-Präsident Thomas Weikert den deutschen Olympia-Bewerber für die Spiele 2036, 2040 und 2044 verkünden.

Entscheidung in Baden-Baden

Der Deutsche Olympische Sportbund will auf seiner Mitgliederversammlung in Baden-Baden darüber abstimmen lassen, ob München, Berlin oder die Region Rhein-Ruhr mit Köln als Kernstadt in das Rennen geht. Steinmeier soll im Kurhaus auf der Bühne stehen und das Ergebnis zusammen mit Weikert bekanntgeben.

Drei Städte, drei Konzepte

Vor der Entscheidung hat der DOSB die Kandidaten nach eigenen Vorgaben bewertet. In die Matrix flossen auch die Ergebnisse der Bürgerentscheide ein.

In München hatte eine klare Mehrheit für die Bewerbung gestimmt. Auch in der Region Rhein-Ruhr fiel die Zustimmung in den Gastgeber-Kommunen deutlich aus. Berlin beschloss die Bewerbung im Abgeordnetenhaus, während Hamburg vorzeitig ausschied.

Olympia-Bewerbung mit politischem Gewicht

Die Entscheidung des DOSB über den deutschen Olympia-Bewerber ist mehr als ein interner Organisationsakt. Mit München, Berlin und der Region Rhein-Ruhr stehen drei sehr unterschiedliche Konzepte im Wettbewerb, die jeweils auf eigene Stärken setzen: internationale Strahlkraft, Hauptstadtprofil und große urbane Räume mit mehreren Austragungsorten.

Dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Verkündung in Baden-Baden begleitet, verleiht dem Verfahren zusätzlichen symbolischen Rang. Der Auftritt des Staatsoberhaupts unterstreicht, dass der DOSB die mögliche Bewerbung nicht nur als sportpolitische, sondern auch als nationale Standortfrage inszeniert.

Rückhalt aus den Regionen

Die vorangegangenen Bürgerentscheide und politischen Beschlüsse zeigen, dass eine spätere Bewerbung nur mit belastbarer lokaler Zustimmung tragfähig wäre. München und die Region Rhein-Ruhr verweisen auf mehrheitliche Zustimmung in ihren Verfahren, während Hamburg vorzeitig ausgeschieden ist. Für die Entscheidung am 26. September ist damit nicht allein die sportliche Idee ausschlaggebend, sondern auch die Frage, welches Konzept in der weiteren öffentlichen Debatte am meisten Rückhalt findet.

Für Leser hat die Entscheidung vor allem deshalb Bedeutung, weil sie den Rahmen für eine mögliche deutsche Olympia-Bewerbung über Jahre prägen könnte. Wer sich durchsetzt, bekommt die Chance auf eine langfristige nationale Kampagne, auf Investitionen in Infrastruktur und auf einen neuen Anlauf, um eine Bewerbung als gesamtdeutsches Projekt zu verankern.

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