Olympia 2036, München

Olympia 2036: München hat sechs Konkurrenten

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 12:01 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

München bekommt im Rennen um die Olympischen Sommerspiele 2036 Konkurrenz aus sechs Ländern. Das IOC nennt Katar, Indien, Südkorea, Ungarn, die Türkei und Südafrika als weitere Kandidaten.

Die deutsche Olympia-Bewerbung mit München hat im Rennen um die Sommerspiele 2036 Konkurrenz aus sechs Ländern.

Sechs weitere Kandidaten

Das Internationale Olympische Komitee nannte Katar, Indien, Südkorea, Ungarn, die Türkei und Südafrika als weitere Bewerber. Damit steht München einem internationalen Feld mit Kandidaten aus Europa, Asien, Afrika und dem Nahen Osten gegenüber.

Entscheidung für 2036

Die Bewerbungen zielen auf die Austragung der Olympischen Sommerspiele im Jahr 2036. Für München beginnt damit ein Wettbewerb, in dem neben sportlichen Konzepten auch Fragen der Infrastruktur, Finanzierung, Nachhaltigkeit und öffentlichen Unterstützung eine zentrale Rolle spielen dürften.

Breites Bewerberfeld

Mit sechs weiteren Ländern neben Deutschland zeichnet sich für die Sommerspiele 2036 ein ungewöhnlich breit aufgestelltes Rennen ab. Die genannten Kandidaturen verbinden unterschiedliche sportpolitische Profile und geografische Schwerpunkte: Neben europäischen Bewerbern stehen Vorhaben aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten. Für München bedeutet das, dass die Bewerbung nicht nur innerhalb Europas, sondern global überzeugen müsste.

Das Jahr 2036 besitzt zudem eine besondere historische Bedeutung für Deutschland, weil sich dann die Olympischen Sommerspiele von Berlin 1936 zum hundertsten Mal jähren. Eine deutsche Bewerbung müsste deshalb sportliche, organisatorische und finanzielle Argumente mit einem überzeugenden Umgang mit der Geschichte verbinden. Für die internationale Entscheidung dürften außerdem Nachhaltigkeit, vorhandene Infrastruktur, Sicherheitskonzepte und die Zustimmung der Bevölkerung eine wichtige Rolle spielen.

Entscheidung mit regionalen Folgen

Für München könnte ein Zuschlag erhebliche Auswirkungen auf Verkehr, Unterkünfte und Veranstaltungsstätten haben. Zugleich böte ein Großereignis die Möglichkeit, bestehende Sportanlagen und Verkehrsprojekte langfristig zu nutzen. Entscheidend wäre, ob Investitionen dauerhaft einen Nutzen für die Stadt und die Region erzeugten oder überwiegend auf die Spiele begrenzt blieben.

Das IOC steht bei der Auswahl unter dem Druck, die Spiele wirtschaftlich tragfähig und international ausgewogen zu vergeben. Das große Bewerberfeld erhöht den Wettbewerb und macht eine frühzeitige, geschlossene Positionierung von Stadt, Freistaat und Bund besonders wichtig. Für die Bürgerinnen und Bürger wird neben dem sportlichen Prestige vor allem die Frage maßgeblich sein, welche Kosten, Verkehrsänderungen und langfristigen Vorteile mit der Bewerbung verbunden sind.

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