Oktoberfest 2026 endet mit 7,4 Millionen Besuchern
Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 13:31 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDas Oktoberfest 2026 ist mit einem neuen Besucherrekord zu Ende gegangen. Nach Angaben der Festleitung kamen 7,4 Millionen Menschen auf die Münchner Theresienwiese.
Damit übertraf die Wiesn den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2023, obwohl das Fest in diesem Jahr nur 16 statt damals 18 Tage dauerte.
Mehr Gäste als zur Halbzeit erwartet
Bereits zur Halbzeit hatten 3,8 Millionen Menschen das Oktoberfest besucht. Das waren 300.000 mehr als im Vorjahr und 400.000 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2023.
Auch der Bierkonsum erreichte einen Höchststand. Der Verein der Münchner Brauereien meldete einen Anstieg des Festbierverbrauchs um 2,7 Prozent auf rund 6,7 Millionen Maß.
Alkoholfreie Getränke legen deutlich zu
Der Absatz alkoholfreier Getränke nahm um zehn Prozent zu. Besonders beliebt war nach Angaben der Wiesn-Verantwortlichen das saure Radler.
Die Wiesn-Wirte verzeichneten beim Essen ein Plus von zwei bis drei Prozent. Der Besucherrekord schlug sich damit auch in den Umsätzen von Gastronomie und Schaustellern nieder.
Schwerer Unfall am letzten Wiesn-Tag
Überschattet wurde der Abschluss von einem schweren Unfall auf der Oidn Wiesn. Ein Mitarbeiter eines Fahrgeschäfts wurde von einer Schiffschaukel getroffen.
Die Umstände sind noch unklar. Die Schiffschaukel wurde nach dem Unfall gesperrt. Bereits am 21. September war ein Mitarbeiter des Freefall-Towers Hangover tödlich verunglückt.
Trotz der Vorfälle wurden die Sicherheitsmaßnahmen insgesamt als effektiv bewertet.
Das Oktoberfest 2026 dauerte 16 Tage und lockte 7,4 Millionen Menschen auf die Theresienwiese. Damit übertraf die Wiesn auch den bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2023, obwohl das Fest damals zwei Tage länger geöffnet war. Der Besucherrekord beschreibt allerdings die Zahl der Eintritte und nicht automatisch die Zahl unterschiedlicher Personen.
Der Zuwachs beim Festbier und bei alkoholfreien Getränken zeigt, dass die wirtschaftliche Bedeutung der Wiesn nicht allein am Bierabsatz gemessen wird. Rund 6,7 Millionen Maß entsprechen bei 7,4 Millionen Besuchen rechnerisch weniger als einer Maß pro Besuch; dabei werden Mehrfachbesuche, unterschiedliche Aufenthaltsdauer und der Konsum weiterer Getränke nicht erfasst. Das Plus beim Essen deutet zugleich auf zusätzliche Umsätze für Wirte, Schausteller und Zulieferer hin.
Sicherheit bleibt zentral
Die beiden Unfälle mit Mitarbeitern überschatten die Rekordbilanz. Nach dem tödlichen Unfall am Freefall-Tower am 21. September und dem schweren Unfall an der Schiffschaukel am letzten Wiesn-Tag stehen technische Prüfungen, Betriebsabläufe und der Schutz des Personals besonders im Fokus. Die Sperrung der betroffenen Schiffschaukel ist zunächst eine unmittelbare Konsequenz; die weitere Bewertung hängt von der Klärung der Unfallumstände ab.
Für München bedeutet der Rekord zugleich eine hohe Belastung für Verkehr, Rettungsdienste, Reinigung und Anwohner. Die zeitweise Schließung von Eingängen am letzten Samstag zeigte, dass bei sehr großem Andrang Besucherströme gesteuert werden müssen. Künftige Planungen dürften deshalb neben der Kapazität auch Sicherheitskonzepte und die Frage berücksichtigen, wie ein kürzeres Fest eine höhere Besucherdichte bewältigt.
