Linke fordert kostenlosen Schwimmunterricht für jedes Kind
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 14:13 Uhr, dts-nachrichtenagentur.deDie sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Bettina Lugk, zeigte sich angesichts der hohen Zahlen von Badetoten alarmiert. Sie sagte der Zeitung, die Zahlen zeigten einmal mehr, wie dringlich es sei, sicher schwimmen zu können. Es brauche Übung und Erfahrung und dafür genügend Schwimmkurse, die von ausgebildeten Fachkräften geleitet werden. Dabei seien Schwimmhallen und Freibäder unersetzliche Lernorte.
Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen, Janosch Dahmen, forderte Ertrinkungsprävention als festen Bestandteil kommunaler Hitzeaktionspläne. Dazu gehörten bessere Warnhinweise an Seen und Flüssen, mehr qualifizierte Wasseraufsicht an stark frequentierten Badestellen, eine Stärkung der Schwimmfähigkeiten von Kindern und Jugendlichen sowie gezielte Aufklärung gerade junger Männer.
Alexander Throm (CDU), innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, hofft auf eine bessere Sensibilisierung durch die Bilanz. Viele der Unfälle hätten vermieden werden können. Das Thema verdiene mehr Sensibilität und leider sollten auch solche Statistiken durch hohe Verbreitung abschreckend wirken.
Nach einer Bilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind im Juni mindestens 99 Menschen ertrunken. Das sind so viele wie seit über 20 Jahren nicht mehr. Ein Großteil der Verunglückten waren Männer, viele unter 30 Jahre alt.
