SPD fordert gerechtere Erbschaftssteuer
27.10.2025 - 00:00:00So entstehe ein System, in dem nicht nur Vermögen vererbt und verschenkt werde - sondern auch Chancenungleichheit, soziale Spaltung und wachsender Unmut. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Parsa Marvi, der mit seinem Fraktionskollegen Philipp Rottwilm, das Papier für die Seeheimer verfasst hat, sagte dem RND: "So wie es ist, kann es nicht bleiben: Große Unternehmensvermögen können nahezu steuerfrei übertragen werden, während kleinere Erbschaften im Verhältnis stärker belastet werden." Sehr große Erbschaften müssten endlich angemessen herangezogen, Arbeitsplätze und Unternehmen gesichert und Familien gezielt entlastet werden. "Die Koalition sollte das zu ihrem gemeinsamen Projekt machen", sagte Marvi. Rottwilm forderte ferner "eine betriebliche Altersversorgung für alle". Juso-Chef Philipp Türmer sagte dem RND: "Nach einem halben Jahr tänzelt auch diese Koalition um viele Baustellen herum, anstatt auf drängende Gerechtigkeitsfragen tatsächliche Antworten zu liefern." Es brauche eine Sozialdemokratie, die sich ihrer "enormen Bedeutung" bewusst sei und ihre Werte selbstbewusst vertrete. "Die extrem besorgniserregende Entwicklung der SPD, die nicht erst gestern startete, verpflichtet auch uns Jusos, uns selbstkritisch zu hinterfragen."


