CDU, Deutschland

Merz würdigt Süssmuth als Ausnahmepolitikerin

24.02.2026 - 13:23:46 | dpa.de

Mit einem Trauerstaatsakt nehmen die Spitzen des deutschen Staates Abschied von Rita Süssmuth. Die frühere Bundestagspräsidentin und Bundesministerin starb mit 88 Jahren.

Deutschland hat nach Auffassung von Bundeskanzler Friedrich Merz mit der früheren Bundestagspräsidentin und Bundesministerin Rita Süssmuth (beide CDU) eine «Ausnahmepolitikerin» verloren. «Sie hat das Gesicht der Bundesrepublik geprägt: als erste Frauenministerin, als Bildungspolitikerin, als Gesundheitspolitikerin, als Bundestagspräsidentin, alsAbgeordnete der CDU», sagte Merz bei einem Trauerstaatsakt für die gestorbene Politikerin im Bundestag.

Die CDU-Politikerin sei fachlich exzellent und in allen ihren Ämtern und Funktionen beharrlich und streitbar sowie «ziemlich oft ziemlich unbequem» gewesen - auch für seine Partei. «In vielen Fragen – vielleicht in den meisten – hat die Geschichte ihr recht gegeben», sagte der Kanzler und CDU-Vorsitzende. «Sie war eben ihrer Zeit in mancher Hinsicht voraus. In ihrem Beharren auf eine moderne Familienpolitik etwa. Auf eine Arbeitsmarktpolitik, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärkt. In ihrer wegweisenden Aids-Politik.»

Süssmuth gehörte dem Bundestag von 1987 bis 2002 an und war von 1988 bis 1998 dessen Präsidentin. Von 1985 bis 1988 war sie unter Kanzler Helmut Kohl (CDU) Bundesfamilienministerin. Die Professorin für Erziehungswissenschaften war als Seiteneinsteigerin in die Politik gekommen. Als Kohl sie 1985 als Nachfolgerin von Heiner Geißler (CDU) zur Ministerin berief, war sie weitgehend unbekannt. Sie wurde aber rasch populär. Mit ihrem modernen Familien- und Frauenbild war Süssmuth vielen in ihrer eigenen Partei weit voraus und eckte immer wieder an.

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