Gaming, Konsumverhalten

Was Spieler wirklich für Games hinblättern: Neue Zahlen über Ausgaben in Deutschland

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 13:58 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Mit durchschnittlich 334 Euro im Jahr investieren Deutschlands Gamer überraschend viel in Computer- und Videospiele – doch die Streuung der Summen ist beachtlich.

Gamer geben im Schnitt über 300 Euro jährlich für Spiele aus
Controller (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Bitkom, der bekannte Branchenverband für Informationstechnologie, hat in einer aktuellen Telefonumfrage unter Erwachsenen ab 16 Jahren herausgefunden, dass deutsche Gamer im vergangenen Jahr im Schnitt 334 Euro für Games ausgegeben haben. Das klingt nach einer Menge – doch schaut man genauer hin, offenbart sich eine Spannbreite, die vermutlich jeder Gamende im eigenen Umfeld schon mal beobachtet hat: Ein Viertel der Befragten zückt jährlich sogar im Schnitt 781 Euro für ihre Leidenschaft. Ganze acht Prozent bleiben dagegen unter der 100-Euro-Grenze – vielleicht Casuals, vielleicht Sparfüchse, oder einfach Leute mit langem Pile of Shame (wer kennt’s nicht?). Die meisten, nämlich 63 Prozent, investieren pro Jahr irgendwo zwischen 100 und 300 Euro. Bei fünf Prozent sind es zwischen 300 und 500 Euro, zwölf Prozent bewegen sich zwischen 500 und 1.000 Euro, und immerhin vier Prozent geben richtig Gas: Sie knacken die 1.000-Euro-Marke und zahlen für Spiele und Zusatzinhalte mehr als manch anderer für den Sommerurlaub. Die Zahlungsbereitschaft nimmt übrigens klar mit dem Alter ab: Die jüngsten Zocker (16–29 Jahre) liegen bei durchschnittlich 376 Euro, die Generation 30 bis 49 bei 353 Euro, 50–64-Jährige bei 294 Euro. Ab 65 Jahren fällt der Schnitt dann deutlich ab: nur noch 168 Euro werden investiert – wobei das die Regel bestätigt, dass Zeit und Energie fürs Gaming vielleicht nicht ewig wachsen. Unterm Strich wurden für die Umfrage 1.205 Personen kontaktiert, davon 663, die tatsächlich spielen. Die Interviews fanden im Frühsommer der Jahre 2026 (genauer: Kalenderwochen 20 bis 24) statt – wobei bei so viel Zahlenakrobatik einem fast schwindlig werden könnte. Interessant ist, wie unterschiedlich großzügig Einzelne beim Hobby Game auf den Tisch legen – vielleicht ein Thema für die nächste hitzige Diskussion im Freundeskreis.

Gamer in Deutschland investieren laut Bitkom erheblich in ihr Hobby: Durchschnittlich fließen pro Kopf 334 Euro jährlich in den Spielekonsum, wobei etwa ein Viertel der besonders engagierten Spieler bis zu 781 Euro oder mehr ausgibt. Die Bandbreite der Ausgaben reicht von unter 100 Euro aus eher sparsamen oder Gelegenheitszockern bis hin zu über 1.000 Euro bei einer kleinen Gruppe besonders investierter Gamer. Das Alter spielt eine spürbare Rolle beim Ausgabeverhalten – Jüngere greifen deutlich tiefer in die Tasche als ältere Zocker, was sich auch mit aktuellen Branchentrends deckt: Gerade die Popularität von DLCs, Mikrotransaktionen und Live-Service-Games sorgt dafür, dass Ausgaben nicht mehr nur beim Spielekauf selbst anfallen, sondern auch laufend im Spiel. Zudem berichten Medien wie die Süddeutsche Zeitung, dass sich Gaming-Gewohnheiten durch den anhaltenden Erfolg von Mobile Games und Abo-Modellen (z. B. Xbox Game Pass, PlayStation Plus) weiter stark verändern, was künftig sowohl bei den Ausgaben als auch bei den Präferenzen eine Verschiebung bringen könnte.

  • DIE ZEIT greift das Thema der steigenden Kosten für Videospiele auf und betont, dass gerade durch Mikrotransaktionen und Abos die monatlichen Ausgaben vieler Spieler kontinuierlich wachsen; dabei hebt der Text hervor, dass viele Eltern über Ingame-Käufe ihrer Kinder kaum den Überblick behalten und die Branche dennoch auf diese zusätzlichen Einnahmequellen kaum verzichten könne (Quelle: DIE ZEIT).
  • Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die zunehmende Bedeutung von Abonnement-Modellen: Immer mehr große Hersteller setzen auf Flatrate-Angebote; Konsumenten profitieren von einer großen Auswahl, verschätzen sich aber oft bei der tatsächlichen Nutzung und bezahlen letztlich mehr als beim Einzelkauf (Quelle: Süddeutsche Zeitung).
  • Der Spiegel schildert in einer aktuellen Analyse, wie das Ausgabeverhalten von Spielern in Deutschland durch die Pandemie einen zusätzlichen Schub erhalten hat und Streaming-Dienste für Games mittlerweile einen festen Platz in der monatlichen Haushaltsplanung vieler junger Erwachsener einnehmen (Quelle: Der Spiegel).

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