Eintracht Frankfurt, Markus Krösche

Markus Krösche verabschiedet sich bei Eintracht Frankfurt

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 18:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Nach mehr als fünf Jahren endet die Amtszeit des Sportvorstands bei Eintracht Frankfurt. Bei der Mitgliederversammlung würdigte der Verein seine Erfolge, während seine berufliche Zukunft offen bleibt.

Krösches fünf Jahre bei Eintracht Frankfurt

  • Markus Krösche verabschiedete sich bei der Mitgliederversammlung in der Frankfurter Jahrhunderthalle von den Eintracht-Mitgliedern.
  • Mehr als 1.300 Anwesende spendeten dem scheidenden Sportvorstand stürmischen Applaus.
  • Matthias Beck würdigte den Europa-League-Sieg 2022 und vier aufeinanderfolgende Teilnahmen an internationalen Wettbewerben.
  • Nahm sichtlich bewegt Abschied von Eintracht Frankfurt: Markus Krösche. - Bild: Florian Wiegand/dpa
  • Markus Krösche hat sich auf der Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt mit einer emotionalen Rede verabschiedet. - Bild: Florian Wiegand/dpa
  • Frankfurts Aufsichtsratschef Matthias Beck würdigte die Arbeit des bisherigen Sportvorstandes Markus Krösche. - Bild: Florian Wiegand/dpa
Nahm sichtlich bewegt Abschied von Eintracht Frankfurt: Markus Krösche. - Bild: Florian Wiegand/dpa Markus Krösche hat sich auf der Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt mit einer emotionalen Rede verabschiedet.  - Bild: Florian Wiegand/dpa Frankfurts Aufsichtsratschef Matthias Beck würdigte die Arbeit des bisherigen Sportvorstandes Markus Krösche.  - Bild: Florian Wiegand/dpa

Markus Krösche verabschiedet sich emotional

Markus Krösche hat sich nach mehr als fünf Jahren als Sportvorstand von Eintracht Frankfurt verabschiedet. Bei der Mitgliederversammlung in der Frankfurter Jahrhunderthalle kämpfte er vor mehr als 1.300 Mitgliedern mit den Tränen.

Krösche nennt fehlende Durchschlagskraft

Krösche sagte, die vergangenen Tage seien nicht einfach gewesen und er sei zu dem Schluss gekommen, nicht mehr das Beste für Eintracht Frankfurt leisten zu können, weil ihm die Durchschlagskraft fehle. Zugleich verwies er auf fünf extrem erfolgreiche Jahre und erklärte, er werde immer ein Eintrachtler bleiben.

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Beck würdigt Krösches Bilanz

Eintracht-Präsident und Aufsichtsratschef Matthias Beck würdigte Krösches Arbeit. Er hob den Gewinn der Europa League 2022 und den Einzug in die Champions League als Höhepunkte von vier aufeinanderfolgenden Teilnahmen an internationalen Wettbewerben hervor.

AC Mailand zeigt erneut Interesse

Zu seinen Zukunftsplänen äußerte sich Krösche nicht. Die AC Mailand soll ihre Bemühungen um den 46-Jährigen intensiviert haben, nachdem der Verein ihn bereits im Sommer als Head of Football verpflichten wollte.

Bei einem Wechsel vor Sommer 2027 würde eine Ablöse zwischen fünf und sieben Millionen Euro fällig. Eine entsprechende Ausstiegsklausel soll in die Freistellungsvereinbarung aufgenommen worden sein.

Eintracht sucht neuen Sportvorstand

Wer Krösche beerbt, ist offen. Aufsichtsratschef Axel Hellmann übernimmt den Posten zunächst interimistisch.

Als Wunschlösung gilt Christoph Spycher von den Young Boys Bern. Der 48-Jährige spielte zwischen 2005 und 2010 insgesamt 149 Mal für Eintracht Frankfurt.

Weitere genannte Kandidaten sind Joti Chatzialexiou vom 1. FC Nürnberg, Benjamin Weber vom FC Augsburg, Fredi Bobic von Legia Warschau und Pirmin Schwegler vom VfL Wolfsburg.

Markus Krösche prägte Eintracht Frankfurt seit 2021 sportlich und wirtschaftlich. In seine Amtszeit fielen der Gewinn der Europa League 2022, das DFB-Pokalfinale 2023 und die Qualifikation für die Champions League über die Bundesliga im Jahr 2025.

Der Abschied fällt deshalb in eine Phase, in der die Eintracht nicht nur eine Führungsposition neu besetzen, sondern auch ihre sportliche Linie sichern muss. Krösches Arbeit war eng mit Kaderplanung, Transfers und der internationalen Positionierung des Vereins verbunden. Die Suche nach einem Nachfolger betrifft damit weit mehr als eine Personalie.

Nachfolge mit strategischer Bedeutung

Christoph Spycher gilt als aussichtsreicher Kandidat. Der frühere Eintracht-Spieler arbeitet bei den Young Boys Bern und kennt den Verein aus seiner aktiven Zeit. Daneben werden Joti Chatzialexiou, Benjamin Weber, Fredi Bobic und Pirmin Schwegler als mögliche Nachfolger genannt.

Bis zur Entscheidung übernimmt Axel Hellmann interimistisch die Aufgaben des Sportvorstands. Für die Eintracht steht damit kurzfristig die Stabilität im Tagesgeschäft im Vordergrund. Zugleich muss der neue Sportchef die Kaderplanung, die Transferstrategie und die sportliche Entwicklung des Vereins verantworten.

Mailand als mögliche nächste Station

Der mögliche Wechsel zur AC Mailand verleiht dem Abschied eine internationale Dimension. Das Interesse des italienischen Vereins war bereits im Sommer bekannt; nach Krösches Freistellung könnten die Gespräche erneut an Bedeutung gewinnen.

Eine Ablöse würde die Eintracht an den vertraglich vereinbarten Bedingungen beteiligen. Für Krösche eröffnet sich zugleich die Möglichkeit, seine Erfahrung bei einem weiteren europäischen Traditionsverein einzubringen. Entscheidend bleibt, ob Mailand ihn tatsächlich verpflichtet und wie schnell Frankfurt die Nachfolge regelt.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Frankfurter Rundschau: „Eintracht-Abschied öffnet plötzlich die Tür: AC Mailand nimmt offenbar erneut Krösche ins Visier“ (19.10.2026)

Der Artikel stelle den möglichen Wechsel zur AC Mailand in den Mittelpunkt und berichte von erneut aufgenommenen Gesprächen. Zudem ordne er Krösches sportliche Bilanz bei der Eintracht sowie die Suche nach einem Nachfolger ein.

tagesschau: „Hessen Die möglichen Nachfolger von Krösche: Spycher in der Pole Position“ (19.10.2026)

Der Beitrag konzentriere sich auf die Nachfolgesuche und sehe Christoph Spycher in einer Favoritenrolle. Anders als der Bericht der Frankfurter Rundschau stelle er die Kandidaten und ihre Verbindungen zur Eintracht stärker heraus.

Beide Beiträge bestätigten den Abschied Krösches und sähen mögliche nächste Schritte. Unterschiede ergäben sich vor allem beim Schwerpunkt: Mailand auf der einen, die interne Nachfolge auf der anderen Seite.

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