Nationalmannschaft, WM

Neuer-Comeback erst in den USA – Baumann spielt gegen Finnen

27.05.2026 - 15:44:18 | dpa.de

Manuel Neuer ist zurück im DFB-Kreis – aber sein Comeback im Tor verzögert sich. Bundestrainer Nagelsmann und Sportdirektor Völler beschwören beim Treffpunkt des WM-Kaders den Teamgeist.

  • Julian Nagelsmann bei der Auftakt-Pressekonferenz in Herzogenaurach. - Foto: Federico Gambarini/dpa
    Julian Nagelsmann bei der Auftakt-Pressekonferenz in Herzogenaurach. - Foto: Federico Gambarini/dpa
  • Rudi Völler (r) mochte keine klare Zielvorgabe für die WM machen. - Foto: Federico Gambarini/dpa
    Rudi Völler (r) mochte keine klare Zielvorgabe für die WM machen. - Foto: Federico Gambarini/dpa
Julian Nagelsmann bei der Auftakt-Pressekonferenz in Herzogenaurach. - Foto: Federico Gambarini/dpa Rudi Völler (r) mochte keine klare Zielvorgabe für die WM machen. - Foto: Federico Gambarini/dpa

Das Länderspiel-Comeback des Jahres und den ultimativen WM-Härtetest von Deutschlands Rekordtorwart Manuel Neuer wird es erst in den USA geben. Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann verkündete nach dem Treffpunkt des deutschen WM-Kaders in Herzogenaurach und einem ersten Team-Meeting, dass der 40 Jahre alte Schlussmann des FC Bayern München an diesem Sonntag (20.45 Uhr/ZDF) in Mainz gegen Finnland noch nicht im Tor stehen werde.

Neuer soll in den ersten Tagen der WM-Vorbereitung in Franken noch Zeit bekommen, seine Wadenprobleme komplett auszukurieren. «Wir haben im Trainerteam entschieden, dass er am Sonntag nicht spielen wird», sagte Nagelsmann. Neuer sei mit der Entscheidung «d'accord» gewesen. Ein unnötiges Spiel mache in seinen Augen keinen Sinn, sagte der Bundestrainer.

«Bei Manuel müssen wir uns keine Sorgen machen»

«Bei Manuel müssen wir uns keine Sorgen machen», versicherte Nagelsmann. Es handle sich um eine «kleine Verhärtung» in der Wade. «Da besteht immer ein Risiko.» Das soll vor dem 125. Länderspiel von Neuer im DFB-Tor minimiert werden, damit «wir ihn zur Gruppenphase maximal fit haben».

Nagelsmann bekräftigte den Status des Weltmeisters von 2014 als Nummer eins bei der Rückkehr zwei Jahre nach dem Rücktritt im Anschluss an die Heim-EM 2024. «Mit Manu sind wir besser als ohne Manu. Deswegen sind wir sehr froh, dass er dabei ist», sagte der Bundestrainer. Die Re-Integration Neuers ins Teamgefüge sei einfach. «Er ist kein Neuling, er ist ein Rückkehrer», sagte Nagelsmann. 

Gegen Finnland wird der zur Nummer zwei zurückgestufte Hoffenheimer Oliver Baumann noch einmal im DFB-Tor stehen. «Da wird Olli spielen. Er wird es gut machen, er wird ein gutes Spiel machen», sagte Nagelsmann.

 

Nur Havertz fehlt

Mit 26 Profis kann der Bundestrainer in die WM-Vorbereitung starten. Alle verfügbaren Spieler seines Kaders um Rückkehrer Neuer, Kapitän Joshua Kimmich und Trainingstorwart Jonas Urbig konnte Nagelsmann im sonnigen Herzogenaurach begrüßen. 

Lediglich Kai Havertz fehlt. Der Offensivspieler des FC Arsenal bereitet sich mit dem englischen Meister auf das Champions-League-Finale am Samstag (18.00 Uhr) in Budapest gegen Paris Saint-Germain vor. Havertz wird am kommenden Dienstag direkt in Chicago zum DFB-Tross stoßen, der am selben Tag aus Frankfurt in die US-Metropole reist.

Völler: Wir gehören nicht zu den Topfavoriten

Im vertrauten Homeground in Franken will Nagelsmann die ersten Grundlagen für ein erfolgreiches Abschneiden beim XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko legen, das am 11. Juni beginnt. Abseits des Platzes soll das Team zu einer verschworenen Einheit zusammenwachsen. «Das kann eine Überschrift sein, dass wir wie eine Familie funktionieren», sagte Nagelsmann. Sportdirektor Rudi Völler bezeichnete den Teamgeist sogar «als fundamental» für Erfolg.

Eine klare Zielvorgabe für die WM lehnte der ehemalige Teamchef freilich ab: «Ich bin keiner, der Dinge raushaut, aber ich bin total optimistisch. Wir gehören nicht zu den Topfavoriten. Aber es wird schwer sein, gegen uns zu gewinnen», sagte der 66-Jährige. Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 in Russland und der WM 2022 in Katar wolle man zunächst die Gruppenphase «überstehen - am besten als Gruppensieger».

Zwei Tage nach dem Heimspiel gegen Finnland fliegt der DFB-Tross von Frankfurt nach Chicago. Dort findet dann auch am 6. Juni die Generalprobe gegen Turnier-Mitgastgeber USA statt. Dann möglichst mit Neuer im Tor. Die WM beginnt für den viermaligen Weltmeister Deutschland am 14. Juni in Houston gegen den krassen Gruppen-Außenseiter Curaçao. Die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni) sind die weiteren Vorrundengegner.

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