Linkenpolitiker fordert CDU zu fairem Umgang mit DDR-Vergangenheit auf

22.02.2020 - 15:56:44 | ad-hoc-news.de

Die Union solle mit der eigenen DDR-Geschichte ehrlicher umgehen, forderte Helmut Holter

CDU-Logo - Foto: über dts Nachrichtenagentur
CDU-Logo - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Der Ex-Kulturminister, der das Amt wohl auch zukünftig bekleiden wird, stellte gegenüber den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland fest, dass einige CDU-Politiker früher Mitglied der SED waren. Holter erinnerte daran, dass auch CDU-Mitglieder in den DDR-Kampfgruppen dienten. In den Räten von Kreisen und Bezirken arbeiteten nicht nur Fachpolitiker der Blockpartei. Der Politiker der Linken sieht nicht nur seine Partei einen historisch schwerbeladenen Rucksack herumtragen. Auch die Union hat einiges aufzuarbeiten. Dass die CDU bei zum Beilegen der Polit-Krise in Thüringen beitrug, würdigte Holter. Er erhoffe sich davon, dass dies die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bildet. Holter betonte die Chance, neues Vertrauen aufzubauen. Mit Blick auf die angestrebten Neuwahlen im April 2021 wünschte sich der Linke, dass beide Parteien die Chance nutzen. Helmut Holter war bereits 1998 an einem Projekt beteiligt, das zu einer Annäherung der Linken an westliche Parteien führte. Er war für die PDS federführend an der Bildung der ersten rot-roten Koalition in Mecklenburg-Vorpommern beteiligt. Auch Gregor Gysi, ehemaliger Chef der Bundestagsfraktion der Linken, hofft auf eine Normalisierung des Verhältnisses zur Union. Die Annäherung der CDU nannte er "überfällig". Nach dem Kulturbruch im Thüringer Landtag gäbe es jetzt politische Verständigung, freue sich Gysi gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der prominente Linke bedauerte, dass die CDU keine Bereitschaft zu schnellen Neuwahlen zeigt. Er vermutet den Grund in den schwachen Umfragewerten der Konservativen. Trotzdem sei der gefundene Kompromiss ein guter Deal. Nach Einschätzung Gysis ist die Abgrenzung der CDU von den Linken damit Geschichte. Aus Sicht des Linken war es höchste Zeit für diese Annäherung.

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