Lars Klingbeil, Bundesfinanzministerium

Lars Klingbeil gab 188.000 Euro für Fotos und Kosmetik aus

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 13:34 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Seit Lars Klingbeils Amtsantritt flossen nach Angaben des Finanzministeriums 188.000 Euro in externe Fotografen und kosmetische Dienstleistungen. Die Auskunft erfolgte auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Hauke Finger.

Klingbeil gab als Minister 188.000 Euro für Fotos und Kosmetik aus
Lars Klingbeil (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat seit seinem Amtsantritt 188.000 Euro für Fotos externer Fotografen und kosmetische Dienstleistungen in Anspruch genommen. Das teilte der Parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium, Dennis Rohde (SPD), auf Anfrage des AfD-Abgeordneten Hauke Finger mit.

Mehr als 165.000 Euro für externe Fotografen

Für externe Fotografen gab das Finanzministerium im Jahr 2025 ab dem 6. Mai nach eigenen Angaben 78.436 Euro aus. In diesem Jahr summierten sich die Kosten bis zum 24. September auf 86.599 Euro.

Auch Ausgaben für Visagistik gestiegen

Die visagistischen Dienstleistungen für das Schminken des Ministers kosteten 2025 insgesamt 9.078 Euro. Für das laufende Jahr wurden bis zum 24. September 13.578 Euro angegeben.

Finger kritisierte die Ausgaben gegenüber Tichys Einblick als klassischen Politikerfall von „Wasser predigen, Wein trinken“.

Die genannten Ausgaben fallen in zwei unterschiedliche Bereiche staatlicher Öffentlichkeitsarbeit. Externe Fotografen erstellen Bildmaterial für die öffentliche Darstellung des Finanzministers und des Ministeriums. Visagistische Dienstleistungen betreffen dagegen unmittelbar das Erscheinungsbild des Ministers bei öffentlichen Terminen, Aufnahmen oder Medienauftritten.

Nach den in der Meldung genannten Zahlen entfielen seit dem Amtsantritt 165.035 Euro auf externe Fotografen und 22.656 Euro auf kosmetische Dienstleistungen. Der größere Teil der Gesamtsumme entstand damit durch die Fotografie. Zugleich lagen beide Ausgabenkategorien im bis zum 24. September erfassten Jahr 2026 über den jeweiligen Beträgen des Vorjahres, obwohl der Vergleichszeitraum für 2025 erst am 6. Mai begann.

Politische Bedeutung der Ausgaben

Die Anfrage des AfD-Abgeordneten Hauke Finger macht die Kosten parlamentarisch sichtbar und verleiht ihnen eine politische Dimension. Entscheidend für die Bewertung sind neben der Summe auch Zweck, Vergabeverfahren und die Frage, ob die Leistungen für dienstliche Aufgaben des Ministeriums eingesetzt wurden.

Die Kritik des Fragestellers zielt auf den Gegensatz zwischen dem Anspruch politischer Sparsamkeit und Ausgaben für die Außendarstellung. Für die öffentliche Debatte dürfte deshalb nicht nur die Gesamtsumme relevant sein, sondern auch, in welchem Umfang professionelle Bildproduktion und Styling im modernen Regierungs- und Medienbetrieb als notwendige Repräsentationskosten gelten.

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