Frauen, WM

Klare Steigerung: Basketballerinnen schlagen Japan

Veröffentlicht am: 05.09.2026 um 19:39 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Deutschlands Basketballerinnen sind bei der Heim-WM wieder auf Kurs. Gegen Japan gelingt zwar noch nicht alles. Es reicht dennoch für einen klaren Sieg.

  • Nyara Sabally hatte großen Anteil am deutschen Sieg. - Bild: Andreas Gora/dpa
    Nyara Sabally hatte großen Anteil am deutschen Sieg. - Bild: Andreas Gora/dpa
  • Frieda Bühner traf gegen Japan zweistellig. - Bild: Andreas Gora/dpa
    Frieda Bühner traf gegen Japan zweistellig. - Bild: Andreas Gora/dpa
  • Jubel bei Deutschlands Basketballerinnen nach dem ersten Sieg. - Bild: Andreas Gora/dpa
    Jubel bei Deutschlands Basketballerinnen nach dem ersten Sieg. - Bild: Andreas Gora/dpa
Nyara Sabally hatte großen Anteil am deutschen Sieg. - Bild: Andreas Gora/dpa Frieda Bühner traf gegen Japan zweistellig. - Bild: Andreas Gora/dpa Jubel bei Deutschlands Basketballerinnen nach dem ersten Sieg. - Bild: Andreas Gora/dpa

Die deutschen Basketballerinnen haben bei der Heim-WM ihren ersten Sieg gefeiert und damit wieder Kurs auf die K.-o.-Runde genommen. Einen Tag nach dem 53:83-Debakel gegen Medaillenkandidat Spanien gewann das Team von Bundestrainer Olaf Lange in Berlin gegen Japan mit 74:58 (34:29) und hat das Weiterkommen nun selbst in der Hand.

«Wir haben uns im Eröffnungsspiel nicht so präsentiert, wie wir das wollten. Heute haben wir vor allem in der Verteidigung wesentlich besser gespielt. Einstellung und Spirit haben gestimmt. Ich bin froh für die Mädels, dass sie solch ein Spiel hingelegt haben. Aber das Turnier geht weiter», sagte Lange mit Blick auf das letzte Vorrundenspiel.

Nach einem freien Tag geht es am Montag gegen Mali. Mit einem weiteren Sieg ist Deutschland auf jeden Fall weiter. Der Gruppenerste schafft es direkt ins Viertelfinale, der Zweite und Dritte spielen in den Play Ins um die letzten Tickets für die Runde der besten Acht. 

Souveräner Auftritt trotz Rückschlags

Gegen Japan, das zum Auftakt 102:97 gegen Mali gewonnen hatte, war Frieda Bühner mit 19 Punkten beste deutsche Werferin. Zudem trafen Nyara Sabally (18), Marie Gülich (11) und Emma Eichmeyer (10) vor 8.367 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle zweistellig.

Anders als am Tag zuvor gegen Spanien startete das deutsche Team mit viel Energie in die Partie. «Es war auch ein kleiner Wake-up-Call für uns», sagte Kapitänin Gülich zum Debakel gegen Spanien. «Regenerieren, essen, schlafen und dann voller Fokus auf Japan», hatte Anführerin Leonie Fiebich die Marschroute für das wegweisende zweite Spiel ausgegeben.

Und Deutschland schien die Enttäuschung nach dem Fehlstart in der Tat abgeschüttelt zu haben. Dabei mussten die Gastgeberinnen vor der Partie eine weitere Hiobsbotschaft verkraften. Aufbauspielerin Alexis Peterson fiel wegen eines Infekts aus und war direkt im Hotel geblieben. «Wenn jemand krank ist, muss die nächste Frau ran. Dafür haben wir einen tiefen Kader und viele, die solche Lücken stopfen können», befand Lange.

Verrückte Gruppenkonstellation

Zudem hatte Mali im ersten Spiel des Tages überraschend mit 82:73 (32:34) gegen Vize-Europameister Spanien gewonnen und den Druck auf das deutsche Team damit zusätzlich erhöht. Für Mali war es erst der zweite Sieg bei einer WM überhaupt. 2010 hatten sie in der Platzierungsrunde ihren bislang einzigen Erfolg bei einer WM gefeiert.

Dadurch gehen alle vier Teams mit jeweils drei Punkten in das Vorrundenfinale. «Das ist eine verrückte Gruppe», sagte der Bundestrainer zur engen Konstellation. «Aber das ist bei einer WM normal. Wir müssen uns voll fokussieren.»

Starkes erstes Viertel

Gegen Japan zeigte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes trotz der Vorzeichen nun eine deutlich bessere Leistung als beim WM-Auftakt. Das deutsche Team ging schnell mit 7:2 in Führung und fand so Vertrauen in die eigenen Aktionen.

Zum Ende des ersten Viertels sorgten Sabally und Bühner mit drei verwandelten Dreipunktwürfen in Serie für Hochstimmung in der Max-Schmeling-Halle. Deutschland führte nach zehn Minuten mit 17 Punkten (28:11).

Danach ließ der Schwung aber etwas nach. Deutschland tat sich schwer, seine Größenvorteile unter dem Korb auszuspielen, weil die deutlich kleineren Asiatinnen mit viel Einsatz verteidigten. Bis zur Halbzeit war der deutsche Vorsprung auf fünf Punkte zusammengeschmolzen.

Guter Start in Halbzwei zwei

In der Pause gelang es dem Bundestrainer, sein Team wieder auf Kurs zu bringen. Deutschland setzte sich im dritten Viertel erneut zweistellig ab, auch weil die Japanerinnen anders als am Tag zuvor gegen Mali schlecht aus der Distanz trafen. Gegen Mali waren es 20 verwandelte Dreier gewesen, gegen Deutschland fand in den ersten drei Vierteln nur einer von 21 Versuchen den Weg in den Korb.

Deutschland ging so mit einer 19-Punkte-Führung in den Schlussabschnitt, den Bühner mit einem verwandelten Dreier eröffnete. Danach geriet der so wichtige Erfolg nicht mehr in Gefahr.

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