Hilfsorganisation, Soziales

Kinder in Kambodscha sind besser vor HIV geschützt

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 09:31 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
München - Es gibt sie: die guten Nachrichten, die positiven Veränderungen und Aufwärtstrends für Kinder und Familien. In einer Welt, die oft reflexartig auf das Negative schaut, berichten die SOS-Kinderdörfer in den Good News über das, was uns aufrichtet.
Kinder in Kambodscha sind besser vor HIV geschützt - Bild: presseportal.de

Als erstes asiatisches Land ist es Kambodscha gelungen, die UN-Ziele zur Eindämmung von Aids einzuhalten. 2025 haben 95 Prozent aller Infizierten eine Therapie zur Unterdrückung des Virus bekommen. Aufgrund dessen sind insbesondere Säuglinge nun besser geschützt. Bislang erfolgte rund ein Drittel aller HIV-Infektionen bei Kindern durch die Mutter-Kind-Übertragung während der Schwangerschaft, Geburt oder Stillzeit. Auch werden weniger Kinder zu Waisen, weil ihre mit HIV-infizierten Eltern gesundheitlich besser versorgt sind.

UNAIDS, das UN-Programm zur Aids-Bekämpfung, hat als Zielsetzung, die weltweite Aids-Epidemie bis 2030 zu beenden. Zu dem Zweck wurde den Ländern das sogenannte "95-95-95-Ziel" vorgegeben. Es sieht vor, dass in einem Land 95 Prozent der infizierten Menschen ihren HIV-Status kennen. Dass 95 Prozent der Personen, die ihren Status kennen, eine antiretrovirale Therapie erhalten und bei 95 Prozent der Behandelten eine Virusunterdrückung erreicht wurde.

Es ist bemerkenswert, dass Kambodscha als erstes Land Asiens dieser Meilenstein gelungen ist, und nicht Ländern wie Japan oder Südkorea, die über mehr Ressourcen verfügen. Ausschlaggebend dafür war zum Beispiel, dass Infizierte kostenlosen Zugang zur Gesundheitsversorgung haben und der Zugang zu HIV-Tests und -Behandlungen verbessert wurde. Auch die Verzahnung von HIV-Diensten mit dem allgemeinen Gesundheitssystem und die breite Verfügbarkeit von Medikamenten, die vor Aids schützen, spielen eine Rolle. Gemäß dem kambodschanischen Gesundheitsministerium lag 2025 die Zahl der neuinfizierten Personen bei rund 1200. Das ist der niedrigste Stand seit Jahrzehnten.

Laut UNAIDS haben die HIV-Versorgungslücken weltweit bei Kindern leider wieder zugenommen: So erkrankten 2025 etwa 240.000 Kinder an Aids, 74.000 starben an aidsbedingten Ursachen. Vor diesem Hintergrund ist die Entwicklung in Kambodscha ein Lichtblick.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit e.V. übermittelt durch news aktuell

http://ots.de/6168e8

de | politik | 70455431 |