Jürgen Klopp, DFB-Team

Deutschland verliert Klopps Heimdebüt gegen Griechenland 0:1

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 23:44 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Jürgen Klopp verliert sein Heimdebüt als Bundestrainer mit 0:1 gegen Griechenland. Nach zwei Nations-League-Spielen hat Deutschland nur einen Punkt und steht bereits deutlich hinter dem Tabellenführer.

  • Da halten alle Anweisungen des neuen Chefs nichts. - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Da halten alle Anweisungen des neuen Chefs nichts. - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • Griechenland im Jubelrausch mit Dimitris Kourbelis (Nr. 6)., der trifft. - Bild: Sven Hoppe/dpa
    Griechenland im Jubelrausch mit Dimitris Kourbelis (Nr. 6)., der trifft. - Bild: Sven Hoppe/dpa
  • Yann Aurel Bisseck als Herr der Lüfte.  - Bild: Tom Weller/dpa
    Yann Aurel Bisseck als Herr der Lüfte. - Bild: Tom Weller/dpa
  • Dynamisch unterwegs auf dem Flügel: Karim Adeyemi (r).  - Bild: Sven Hoppe/dpa
    Dynamisch unterwegs auf dem Flügel: Karim Adeyemi (r). - Bild: Sven Hoppe/dpa
Da halten alle Anweisungen des neuen Chefs nichts. - Bild: Federico Gambarini/dpa Griechenland im Jubelrausch mit Dimitris Kourbelis (Nr. 6)., der trifft. - Bild: Sven Hoppe/dpa Yann Aurel Bisseck als Herr der Lüfte.  - Bild: Tom Weller/dpa Dynamisch unterwegs auf dem Flügel: Karim Adeyemi (r).  - Bild: Sven Hoppe/dpa

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat Jürgen Klopps Heimdebüt in Augsburg mit 0:1 (0:0) gegen Griechenland verloren und steht nach zwei Nations-League-Spielen nur bei einem Punkt.

Griechenland trifft durch Kourbelis

Vor 28.945 Zuschauern fiel die Entscheidung in der 74. Minute: Dimitrios Kourbelis traf für die Gäste, dessen Schuss von Joshua Kimmich unglücklich abgefälscht wurde und für Torhüter Alexander Nübel unhaltbar war. Für Deutschland war es die erste Niederlage gegen Griechenland überhaupt.

Die DFB-Auswahl hatte über weite Strecken den Ball, fand gegen den tief stehenden griechischen Abwehrblock aber nur selten gefährliche Lösungen. Karim Adeyemi kam zu mehreren Abschlüssen, auch Debütant Bambasé Conté prüfte Torwart Kostas Tzolakis.

Klopp übernimmt Verantwortung

Nach der Pause erhöhte Deutschland den Druck zunächst, ohne daraus ein Tor zu erzielen. Nach einem Ballverlust von Kimmich in der eigenen Hälfte hatte Fotis Ioannidis eine weitere griechische Chance, bevor Kourbelis den entscheidenden Treffer erzielte.

„Es ist Teil des Prozesses, absolut“, sagte Klopp in der ARD. Die Aufstellung, die Zusammensetzung und die vielen Wechsel gingen „zu 100 Prozent auf meine Kappe“, erklärte der Bundestrainer.

Jonathan Tah bewertete die Leistung ebenfalls kritisch: „Wir haben es einfach nicht gut genug gemacht.“ Zugleich betonte der Abwehrchef, die Mannschaft werde zusammenstehen und könne das Ergebnis im nächsten Spiel wiedergutmachen.

Deutschland unter Druck

Griechenland führt die Gruppe 2 nach seinem zweiten Sieg mit fünf Punkten Vorsprung an. Deutschland liegt hinter den Griechen und den Niederlanden auf Platz drei.

Für die weiteren Aufgaben gegen Serbien am Donnerstag in München und drei Tage später gegen Griechenland in Thessaloniki reist der zweite Teil des von Klopp zusammengestellten Kaders an. Dazu gehören unter anderem Said El Mala, Mika Baur, Vitaly Janelt und Felix Keidel.

Fehlstart trotz großer Erwartungen

Die Niederlage in Augsburg verändert die Ausgangslage der deutschen Mannschaft in der Nations League deutlich. Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen die Niederlande steht nach zwei Spieltagen nur ein Punkt zu Buche. Griechenland führt die Gruppe mit fünf Punkten Vorsprung an, Deutschland liegt auf Rang drei.

Jürgen Klopp hatte für sein Heimdebüt zahlreiche Wechsel vorgenommen und die Personalsichtung fortgesetzt. Debütant Bambasé Conté erhielt ebenso eine Chance wie Alexander Nübel, Yann Aurel Bisseck und Josha Vagnoman. Hinzu kamen verletzungsbedingte Ausfälle von Jamal Musiala und Kai Havertz. Die breite Kaderplanung schafft kurzfristig Möglichkeiten, erschwert aber eingespielte Abläufe.

Mehr als ein Ergebnis

Die Partie zeigte zugleich ein strukturelles Problem: Deutschland hatte viel Ballbesitz und lief gegen einen tiefen griechischen Abwehrblock an, entwickelte daraus aber zu wenige klare Chancen. Nach der Pause verlor die Mannschaft zudem an Ordnung und kassierte nach einem Ballverlust und mehreren gefährlichen Situationen das entscheidende Gegentor.

Für die kommenden Aufgaben wird deshalb nicht nur die individuelle Qualität, sondern vor allem die Balance zwischen offensivem Druck und defensiver Absicherung entscheidend sein. Bereits die nächsten Partien gegen Serbien und Griechenland können zeigen, ob Klopp die vielen personellen Veränderungen in eine verlässlichere Spielstruktur überführen kann.

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