Jürgen Klopp, DFB-Team

Jürgen Klopp schweigt vor DFB-Debüt über möglichen Nagelsmann-Anruf

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 20:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Jürgen Klopp startet gegen die Niederlande in Amsterdam als Bundestrainer. Vor dem Debüt ließ er offen, ob sich auch sein Vorgänger Julian Nagelsmann bei ihm gemeldet hat.

Eines wollte Klopp nicht verraten.  - Bild: Federico Gambarini/dpa
Eines wollte Klopp nicht verraten. - Bild: Federico Gambarini/dpa

Jürgen Klopp hat vor seinem Debüt als Bundestrainer gegen die Niederlande in Amsterdam offengelassen, ob Julian Nagelsmann ihn angerufen hat.

Klopp nennt prominente Unterstützer

Auf die Frage nach möglichen Nachrichten von seinem Amtsvorgänger verwies Klopp im RTL-Interview auf andere prominente Namen. „Bully Herbig hat sich gemeldet, der Schuh des Manitu hat sich gemeldet. Campino hat sich gemeldet“, sagte der 59-Jährige vor dem Anpfiff.

Ob Nagelsmann zu denjenigen gehört habe, die sich vor dem ersten Spiel bei ihm meldeten, beantwortete Klopp nicht. Auf die Nachfrage von Moderatorin Laura Wontorra sagte er: „Ich spreche nicht über die Menschen, die sich bei mir gemeldet haben.“

Wünsche für die neue Ära

Beim weiteren Nachhaken nannte Klopp Nagelsmann sowie den früheren Bundestrainer Joachim Löw. Er wisse, dass beide wollten, „dass es funktioniert“.

Klopp blickt nach vorn

Den Auftakt gegen die Niederlande bezeichnete Klopp als möglichen „ersten Tag unserer wundervollen Zukunft“. Die Vergangenheit sei „nicht so dolle“ gewesen, sagte er. Den eigenen Träumen, Wünschen und Gedanken seien derzeit keine Grenzen gesetzt – dafür müsse die Mannschaft aber zeigen, dass sie die Lage verstanden habe.

Neustart nach enttäuschender WM

Klopp übernimmt die Nationalmannschaft zu Beginn einer neuen Nations-League-Saison und nach einem frühen Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft. Das Debüt gegen die Niederlande verbindet deshalb den Pflichtspielauftakt mit dem Versuch, sportlich und atmosphärisch einen Neustart einzuleiten.

Für den neuen Bundestrainer ist die Ausgangslage ungewöhnlich anspruchsvoll: Zwischen Amtsübernahme und erstem Pflichtspiel blieb nur wenig gemeinsame Trainingszeit. Klopp hat zugleich einen großen Kader berufen, um sich einen umfassenden Eindruck vom verfügbaren Personal zu verschaffen. Eine grundlegende Veränderung kann daher zunächst vor allem an Einsatz, Körpersprache und taktischer Ausrichtung sichtbar werden.

Auftakt mit großer Bedeutung

Das Duell in Amsterdam ist sportlich mehr als ein symbolischer Neubeginn. Die Nations League liefert Wettbewerbsspiele gegen starke Gegner und damit früh Hinweise darauf, wie schnell Klopps Vorstellungen greifen. Der Ausgang wird die langfristige Entwicklung bis zur Weltmeisterschaft 2030 nicht entscheiden, aber er beeinflusst die öffentliche Bewertung des Starts und den Druck auf Mannschaft und Trainer.

Für die Zuschauer bedeutet das Spiel eine erste Standortbestimmung: Im Mittelpunkt stehen weniger voll ausgereifte Abläufe als die Frage, ob die Mannschaft Klopps angekündigte Energie und Bereitschaft bereits auf dem Platz erkennen lässt.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Merkur: „Niederlande gegen Deutschland: Wie läuft das Klopp-Debüt?“ (24.09.2026)

Der Bericht bestätige, dass Klopp gegen die Niederlande sein Debüt gebe und Deutschland nach dem WM-Aus einen Neustart anstrebe. Er setze den Schwerpunkt auf die kurze Vorbereitungszeit, den stark veränderten Kader und mögliche personelle Entscheidungen; die Frage nach einem Kontakt zu Nagelsmann behandle er nicht.

BR24: „Jürgen Klopp: "Glaubt mir - die Jungs wollen unbedingt"“ (23.09.2026)

Der Beitrag habe Klopps Zuversicht vor dem Auftakt und seinen Anspruch auf mehr Energie, Leidenschaft und Intensität hervorgehoben. Anders als die dpa-Meldung zur offenen Nagelsmann-Frage konzentriere er sich auf Klopps Aussagen über die Spieler und die Bedeutung des direkten Pflichtspielstarts; offen bleibe, wie rasch die angekündigte neue Herangehensweise sichtbar werde.

Beide Beiträge bestätigten den Debütcharakter der Partie und den angestrebten Neustart. Unterschiede ergäben sich vor allem beim Schwerpunkt: Während der eine Bericht personelle und organisatorische Fragen betone, stelle der andere Klopps Erwartungen an Einstellung und Spielweise heraus.

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