Jürgen Klopp, DFB-Team

Jürgen Klopp vor DFB-Debüt: Neue Spieler sollen gegen Niederlande „Feuer“ entfachen

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 16:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Jürgen Klopp setzt vor seinem Debüt als Bundestrainer auf Energie, klare Botschaften und zahlreiche neue Spieler. Gegen die Niederlande soll am Donnerstag in Amsterdam der Neustart der deutschen Nationalmannschaft sichtbar werden.

  • Jürgen Klopp beobachtet den Trainingsstart der Fußball-Nationalmannschaft.  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Jürgen Klopp beobachtet den Trainingsstart der Fußball-Nationalmannschaft. - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • Klopps Botschaft an die Welt: «I am The New One.» (Archivbild)  - Bild: Boris Roessler/dpa
    Klopps Botschaft an die Welt: «I am The New One.» (Archivbild) - Bild: Boris Roessler/dpa
  • Neue Männer braucht das Land. Freiburgs Philipp Treu soll das Vakuum rechts hinten füllen.     - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Neue Männer braucht das Land. Freiburgs Philipp Treu soll das Vakuum rechts hinten füllen. - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • «Wenn Kloppo dich anruft, muss man hingehen.» Younes Ebnoutalib hat sich als Fußballer für Deutschland entschieden.  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    «Wenn Kloppo dich anruft, muss man hingehen.» Younes Ebnoutalib hat sich als Fußballer für Deutschland entschieden. - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • Das Training begann mit lockeren Aufwärmübungen - es wurde auch gelacht.  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Das Training begann mit lockeren Aufwärmübungen - es wurde auch gelacht. - Bild: Federico Gambarini/dpa
Jürgen Klopp beobachtet den Trainingsstart der Fußball-Nationalmannschaft.  - Bild: Federico Gambarini/dpa Klopps Botschaft an die Welt: «I am The New One.» (Archivbild)  - Bild: Boris Roessler/dpa Neue Männer braucht das Land. Freiburgs Philipp Treu soll das Vakuum rechts hinten füllen.     - Bild: Federico Gambarini/dpa «Wenn Kloppo dich anruft, muss man hingehen.» Younes Ebnoutalib hat sich als Fußballer für Deutschland entschieden.  - Bild: Federico Gambarini/dpa Das Training begann mit lockeren Aufwärmübungen - es wurde auch gelacht.  - Bild: Federico Gambarini/dpa

Jürgen Klopp stimmt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor seinem Debüt gegen die Niederlande mit Energie, klaren Erwartungen und einem stark veränderten Kader auf den Neustart ein.

Klopp entfacht Begeisterung

Im Trainingsquartier in Herzogenaurach wirkte der 59-Jährige omnipräsent: auf dem Platz, in den Teamsitzungen und im Austausch mit den Spielern. Beim ersten Training beobachtete Klopp die lockeren Aufwärmübungen, bei denen gelacht und gerangelt wurde, und eröffnete die Einheit mit einer kurzen Ansprache.

Seine positive Art habe besonders die Neulinge sofort erreicht, berichtete Philipp Treu. Der 25 Jahre alte Freiburger soll die Lücke auf der rechten Abwehrseite schließen. Auch Max Rosenfelder, ebenfalls erstmals dabei, hob Klopps Fähigkeit hervor, Menschen mitzunehmen.

Ebnoutalib entscheidet sich für Deutschland

Younes Ebnoutalib, der mit vier Toren für Eintracht Frankfurt stark in die Bundesliga-Saison gestartet ist, erklärte, Klopp habe die Erwartungen an die Mannschaft deutlich formuliert: Stolz auf die Nationalmannschaft, Einsatz auch in schwierigen Phasen und voller Einsatz über die gesamte Spielzeit.

Der 23-jährige Mittelstürmer entschied sich nach seiner ersten DFB-Nominierung für Deutschland und gegen Marokko, das bei der Weltmeisterschaft im Sommer weiter gekommen war als der viermalige Weltmeister. „Wenn Kloppo dich anruft, muss man hingehen“, begründete Ebnoutalib seine Entscheidung.

„The New One“ vor dem Debüt

Über den englischen Instagram-Auftritt des DFB stellte sich Klopp als „The New One“ vor. Bei seinem Amtsantritt beim FC Liverpool hatte er sich 2015 noch „The Normal One“ genannt.

Sein erstes Spiel führt ihn am Donnerstag um 20.45 Uhr in der Johan-Cruyff-Arena in Amsterdam gegen die Niederlande. Auch beim Oranje-Team steht mit dem spanischen Trainer Xavi ein neuer Coach an der Seitenlinie. Im Mittelpunkt steht dennoch vor allem Klopp, der mit einem 43 Namen umfassenden XXL-Kader in die neue Aufgabe gestartet ist.

Treu soll rechts hinten spielen

Klopp will den Überraschungseffekt seines jungen Aufgebots nutzen und hielt sich bei den taktischen Details zunächst bedeckt. Zugleich warnte er vor überhöhten Erwartungen: Mit wenigen Trainingseinheiten lasse sich die Fußballwelt nicht sofort auf den Kopf stellen.

Die Rückversetzung von Kapitän Joshua Kimmich ins Mittelfeld macht eine neue Besetzung auf der rechten Abwehrseite erforderlich. Klopp setzt dabei zunächst auf Treu, den er bei der Kadernominierung besonders gelobt hatte. Der Freiburger kündigte an, sich auf ihn verlassen zu können und sein Herz auf dem Platz zu lassen.

Ein Pflichtspiel mit größerem Gewicht

Klopps erstes Spiel fällt in den Auftakt der Nations League 2026/27. Der Wettbewerb bietet dem DFB-Team nicht nur eine frühe sportliche Standortbestimmung, sondern kann auch für die spätere EM-Qualifikation 2028 relevant werden. In der Gruppe geht es zunächst darum, einen der vorderen Plätze zu erreichen und sich damit die Chance auf die Viertelfinal-Play-offs zu sichern.

Ein Gruppensieg hätte darüber hinaus strategischen Wert: Er kann einen zusätzlichen Weg zu den EM-Play-offs eröffnen, falls die direkte Qualifikation scheitert. Für Deutschland geht es deshalb in Amsterdam um mehr als den symbolischen Start einer neuen Trainerära. Zugleich bleibt der zeitliche Spielraum begrenzt. Klopp hatte vor dem Debüt nur wenige Trainingseinheiten, um Abläufe, Rollen und Hierarchien festzulegen.

Neustart mit offenem Wettbewerb

Der ungewöhnlich große Kader erweitert den Konkurrenzkampf und gibt mehreren bislang wenig oder gar nicht eingesetzten Spielern eine Bühne. Philipp Treu steht beispielhaft für die Suche nach einer Lösung auf der rechten Abwehrseite, während Younes Ebnoutalib für die Entscheidung neuer Nationalspieler zwischen mehreren sportlichen Möglichkeiten steht.

Für Zuschauer bedeutet das Duell in Amsterdam eine frühe Orientierung: Sichtbar werden dürfte vor allem, wie viel Energie, Mut und taktische Ordnung die neue Mannschaft bereits entwickeln kann. Ein einzelnes Spiel wird die strukturellen Probleme des deutschen Fußballs nicht lösen, kann aber den Ton für die kommenden Nations-League-Partien setzen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Warum die Nations League so wichtig für Jürgen Klopp ist“ (22.09.2026)

Der Bericht hebe hervor, dass die Nations League für Klopp unmittelbar sportliche und langfristige Bedeutung besitze. Er setze den Schwerpunkt auf die möglichen Folgen für die EM-Qualifikation und die sportlichen Etappen bis zum Final Four, während die dpa-Meldung vor allem die Stimmung im neuen Kader beschreibe.

WDR: „24.09. – Nations League 1. Spieltag“ (21.09.2026)

Der Beitrag beschreibe Klopps Amtsantritt als bewussten Neustart und betone dessen großen Kader sowie die Öffnung des Wettbewerbs. Anders als die dpa-Meldung richte er den Blick stärker auf die strategische Idee hinter der Personalauswahl und stelle dem deutschen Trainer den neuen niederländischen Coach Xavi gegenüber.

Beide Berichte bestätigten den besonderen Stellenwert des Auftakts in Amsterdam. Während die dpa-Meldung Klopps unmittelbaren Einfluss auf Spieler und Atmosphäre beleuchte, rückten die anderen Beiträge Wettbewerbsfolgen, Kaderplanung und den parallelen Trainerwechsel in den Niederlanden in den Mittelpunkt.

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