Jürgen Klopp, Nico Schlotterbeck

Jürgen Klopp: DFB-Team gegen Serbien unter Druck – Schlotterbeck verletzt

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 14:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Jürgen Klopp steht vor seinem dritten Spiel als Bundestrainer unter Druck: Gegen Serbien soll der erste Sieg her. Zugleich droht der deutschen Nationalmannschaft der Ausfall von Nico Schlotterbeck.

  • Jürgen Klopp schaut beim Training der Nationalmannschaft genau hin.  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Jürgen Klopp schaut beim Training der Nationalmannschaft genau hin. - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • Nico Schlotterbeck hat sich im Abschlusstraining verletzt.  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Nico Schlotterbeck hat sich im Abschlusstraining verletzt. - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • Auf Lennart Karl und Nick Woltemade ruhen Offensivhoffnungen bei der Nationalmannschaft.  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Auf Lennart Karl und Nick Woltemade ruhen Offensivhoffnungen bei der Nationalmannschaft. - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • Torwart Jonas Urbig steht vor dem Debüt im DFB-Trikot.  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Torwart Jonas Urbig steht vor dem Debüt im DFB-Trikot. - Bild: Federico Gambarini/dpa
Jürgen Klopp schaut beim Training der Nationalmannschaft genau hin.  - Bild: Federico Gambarini/dpa Nico Schlotterbeck hat sich im Abschlusstraining verletzt.  - Bild: Federico Gambarini/dpa Auf Lennart Karl und Nick Woltemade ruhen Offensivhoffnungen bei der Nationalmannschaft.  - Bild: Federico Gambarini/dpa Torwart Jonas Urbig steht vor dem Debüt im DFB-Trikot.  - Bild: Federico Gambarini/dpa

Jürgen Klopp steht vor seinem dritten Spiel als Bundestrainer unter Erfolgsdruck, während Innenverteidiger Nico Schlotterbeck sich im Abschlusstraining vor dem Nations-League-Spiel gegen Serbien am rechten Fuß verletzte.

Schlotterbeck muss zum MRT

Der Dortmunder knickte bei Zick-Zack-Läufen in Herzogenaurach um. Mitspieler und Teamärzte kümmerten sich um den Innenverteidiger, anschließend wurde er zur Untersuchung in die Röhre gebracht. Eine Diagnose lag zunächst noch nicht vor.

Für die deutsche Nationalmannschaft wäre ein Ausfall besonders bitter. Schlotterbeck hatte sich bereits bei der Weltmeisterschaft im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste am linken Knöchel verletzt und war danach monatelang ausgefallen.

Erster Sieg gegen Serbien ist Pflicht

Das Spiel gegen Serbien findet am Donnerstag um 20.45 Uhr in München statt. Deutschland hat in der Gruppe 2 der Nations League bislang einen Punkt, Serbien ist noch punktlos.

Nach dem 0:1 gegen Griechenland warnte Klopp davor, die Niederlage als belanglos abzutun. Für ihn geht es nun um ein Erfolgserlebnis. Ohne Sieg in seinem dritten Spiel wäre er der erste Bundestrainer, der seine ersten drei Partien mit der Nationalmannschaft nicht gewinnt.

Junge Mannschaft vor Bewährungsprobe

Durch den geplanten Wechsel von Kader eins zu Kader zwei fehlen unter anderem Kapitän Joshua Kimmich, Jonathan Tah und Torwart Marc-André ter Stegen. Klopp muss daher auf eine der jüngsten und international unerfahrensten deutschen Startformationen setzen.

Neun von 25 Spielern im Aufgebot haben noch kein Länderspiel bestritten. Zu den neuen Kräften zählen unter anderem Torwart Jonas Urbig sowie die Offensivspieler Lennart Karl und Said El Mala. In der möglichen Startelf wäre Florian Wirtz mit 46 Einsätzen der erfahrenste Spieler.

Wer soll die Tore schießen?

Auch offensiv ist die Auswahl begrenzt: 17 der 22 Feldspieler sind noch ohne Treffer im DFB-Trikot. Als Hoffnungsträger gelten Nick Woltemade und Wirtz; Serge Gnabry verfügt zwar über 26 Länderspieltore, ist nach langer Verletzung aber voraussichtlich noch keine Option für die Startelf.

Offen ist zudem, wer Kimmich als Kapitän vertritt. Infrage kommen unter anderem David Raum, Waldemar Anton, Wirtz und Gnabry. Sollte Schlotterbeck ausfallen, würde sich der Kreis der möglichen Führungsspieler weiter verkleinern.

Klopp startet mit begrenztem Spielraum

Jürgen Klopp übernimmt die Nationalmannschaft in einer Phase des Umbruchs. Nach dem 1:1 in den Niederlanden und dem 0:1 gegen Griechenland steht vor dem dritten Spiel nicht nur die Entwicklung neuer Abläufe im Mittelpunkt. Deutschland hat in der Nations-League-Gruppe 2 bislang einen Punkt, während Serbien ohne Zähler am Tabellenende steht.

Die besondere Belastung entsteht durch den nahezu vollständigen Wechsel des Kaders zwischen den beiden Spielwochen. Für die Partien gegen Serbien und Griechenland setzt Klopp auf zahlreiche neue oder international unerfahrene Spieler. Das vergrößert den persönlichen Überblick des Bundestrainers, erschwert aber zugleich eingespielte Abläufe in Defensive und Offensive.

Verletzungen verschärfen die Personallage

Mit Jamal Musiala, Kai Havertz und nun Nico Schlotterbeck sind wichtige Spieler von Verletzungen betroffen. Besonders Schlotterbeck steht für defensive Stabilität und den Spielaufbau aus der Abwehr. Sollte er ausfallen, müsste Klopp seine Formation kurzfristig neu ordnen und zugleich eine Führungsrolle in der Mannschaft besetzen.

Für die Zuschauer bedeutet das Serbien-Spiel deshalb mehr als eine weitere Nations-League-Partie: Es ist ein früher Test, ob der personelle Neustart trotz fehlender Erfahrung wettbewerbsfähig ist. Ein weiterer Punktverlust würde den Abstand zur Spitze vergrößern und die Debatte über Ergebnisse und Entwicklung unmittelbar verschärfen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

ntv: „Premiere und neuer Kapitän : Klopp muss vor dem Serbien-Spiel wichtige Fragen beantworten“ (29.09.2026)

Der Bericht hebe hervor, Klopp müsse vor dem Spiel neben der Aufstellung auch die Nachfolge von Joshua Kimmich als Kapitän klären. Außerdem zeichne sich im Tor der erste Einsatz von Jonas Urbig, Finn Dahmen oder Noah Atubolu ab; damit bestätige der Artikel die im dpa-Bericht beschriebene außergewöhnlich unerfahrene Formation und setze einen Schwerpunkt auf die konkreten Personalentscheidungen.

WDR: „01.10. – UEFA Nations League: Deutschland– Serbien“ (28.09.2026)

Der Beitrag ordne das Duell als schwierigen Prüfstein für Klopp ein und betone, Deutschland müsse nach dem Fehlstart zunächst neue Spieler zu einer Einheit formen. Anders als der dpa-Text richte sich der Schwerpunkt stärker auf fehlende Dominanz und den längerfristigen Aufbau; offen bleibe, ob die zweite Formation bereits kurzfristig bessere Ergebnisse liefern könne.

Beide Berichte bestätigten den Ergebnisdruck, den personellen Umbruch und die Bedeutung der Partie. Während ntv konkrete Besetzungsfragen hervorhebe, konzentriere sich der WDR stärker auf Spielentwicklung und mannschaftliche Abläufe.

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