Nationalmannschaft, WM

DFB-Kapitän Kimmich: WM-Einstellung wichtiger als Qualität

24.03.2026 - 14:21:06 | dpa.de

Joshua Kimmich fordert von den DFB-Stars vollen Einsatz für das große Ziel. Warum er Fokus und Konzentration einfordert und auf echte Teamarbeit statt eine Favoritenrolle setzt.

  • DFB-Kapitän Joshua Kimmich trainiert in Herzogenaurach.  - Foto: Federico Gambarini/dpa
    DFB-Kapitän Joshua Kimmich trainiert in Herzogenaurach. - Foto: Federico Gambarini/dpa
  • Joshua Kimmich spricht bei der DFB-Pk.  - Foto: Federico Gambarini/dpa
    Joshua Kimmich spricht bei der DFB-Pk. - Foto: Federico Gambarini/dpa
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Joshua Kimmich will sich von seinen bisher enttäuschenden Turnier-Erfahrungen nicht beirren lassen und fordert von seinen Kollegen einen totalen Fokus auf die WM im Sommer. «Am Ende zählt das, was wir auf den Platz bringen. Auch der beste Kader der Welt hat keine Garantie, Titel zu gewinnen», sagte der Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft vor den ersten Länderspielen des Jahres am Freitag in der Schweiz und drei Tage später in Stuttgart gegen Ghana. 

Als warnendes Beispiel nannte Kimmich die WM 2018 in Russland, als Deutschland wie vier Jahre später in Katar in der Gruppenphase scheiterte. «2018 hatte wir vielleicht den besten Kader der Welt und wir wissen, wohin es uns geführt hat. Dementsprechend ist es nicht wichtig, den besten Kader der Welt zu haben, sondern am Ende das beste Team der Welt zu haben», forderte der 31-Jährige. Dem müsse sich nun «jeder unterordnen». 

Achse, Siege, Herangehensweise

In der Schweiz und gegen Ghana müsse sich die DFB-Elf wichtige Automatismen, aber auch ein gutes Turnier-Gefühl aufbauen. Es gehe darum, dass «sich eine Achse einspielen kann», sagte der 31-Jährige. «Ziel ist es, zwei positive Ergebnisse zu erzielen», sagte Kimmich. Noch wichtiger sei aber, zweimal die gleiche positive «Herangehensweise» zu zeigen. Als Beispiel nannte der 106-fache Nationalspieler das 6:0 zum Abschluss der WM-Qualifikation gegen die Slowakei. 

Für die Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada sieht Kimmich andere Teams der DFB-Auswahl leistungsmäßig noch voraus. «Es ist so, dass wir nicht zu den Topfavoriten zählen», sagte der Bayern-Profi. Dafür habe man 2018 und 2022 «nicht abgeliefert». 

Aus diesen Enttäuschungen resultiert für Kimmich nun der Auftrag an die Kollegen. «Klar erwartet man, dass sich jeder dem großen Ganzen mit hundert Prozent hingibt und alles reinwirft, dass wir uns entwickeln und dass wir dann auch bereit sind, wenn es dann wirklich darum geht», sagte der DFB-Kapitän.

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