Ines Claus, Bundespräsidentenamt

Ines Claus nennt Debatte über Steinmeier-Nachfolge große Ehre

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 15:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die hessische CDU-Fraktionschefin Ines Claus reagiert positiv auf die Debatte über eine mögliche Kandidatur. Aus dem Umfeld von Kanzler Friedrich Merz wird eine Festlegung auf sie jedoch dementiert.

Claus bringt Hessen in die Bundespräsidentenfrage

  • Ines Claus führt seit April 2020 die CDU-Landtagsfraktion in Hessen.
  • Seit 2026 ist Claus stellvertretende Vorsitzende der Bundes-CDU.
  • Die 49-Jährige ist verheiratet, Mutter von drei Kindern und katholisch.
Debatte um Steinmeier-Nachfolge: CDU-Bundesvize Ines Claus fühlt sich geehrt. (Archivbild) - Bild: Michael Kappeler/dpa

Ines Claus reagiert auf Debatte um Steinmeier-Nachfolge

Die Vorsitzende der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Ines Claus, bezeichnet es als große Ehre, im Zusammenhang mit einer Kandidatur für das Bundespräsidentenamt genannt worden zu sein. Zugleich verweist sie auf ein geordnetes Verfahren innerhalb der CDU, der CSU und mit dem Koalitionspartner.

Merz-Umfeld weist Festlegung zurück

Die Rheinische Post berichtet unter Berufung auf hochrangige CDU-Kreise, die 49-Jährige sei Favoritin von Kanzler Friedrich Merz für das höchste Staatsamt. Aus dem Umfeld des Kanzlers wird das klar dementiert: Merz habe sich weder festgelegt noch einen Vorschlag unterbreitet.

Claus führt CDU-Fraktion in Hessen

Claus ist seit April 2020 Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Hessen. Seit 2026 ist sie außerdem stellvertretende Vorsitzende der Bundes-CDU.

Die Politikerin ist verheiratet, Mutter von drei Kindern und katholisch. Die Debatte betrifft die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Die Debatte über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier gewinnt mit Ines Claus eine zusätzliche personelle Option. Steinmeiers Amtszeit endet 2027; die Wahl des Bundespräsidenten übernimmt die Bundesversammlung, der Abgeordnete des Bundestags und Delegierte der Länder angehören.

Für die Union geht es damit nicht nur um ein Personalvotum, sondern auch um die Abstimmung zwischen CDU und CSU. In der Diskussion stehen neben Claus weitere Namen, darunter die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner. Eine gemeinsame Kandidatur der Unionsparteien wäre politisch besonders relevant, weil CDU und CSU in der Bundesversammlung auf Unterstützung aus dem Koalitionslager angewiesen sind.

Entscheidung über Parteigrenzen hinweg

Claus' öffentliche Reaktion signalisiert Bereitschaft, legt aber keine Kandidatur fest. Ihr Hinweis auf ein geordnetes Verfahren verweist auf die anstehenden Gespräche in CDU, CSU und Koalition. Zugleich zeigt die Debatte, dass neben parteipolitischer Zustimmung auch bundesweite Bekanntheit, politische Erfahrung und gesellschaftliche Anschlussfähigkeit eine Rolle spielen.

Für die Öffentlichkeit bleibt vor allem der weitere Abstimmungsprozess entscheidend: Erst eine Verständigung der Union und anschließend die Suche nach einer Mehrheit in der Bundesversammlung würde aus dem Namen Claus eine konkrete Kandidatur machen. Bis dahin bleibt die Personalfrage offen und politisch umkämpft.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

ntv: „Ines Claus ist offenbar CDU-Favoritin auf Steinmeier-Nachfolge“ (27.10.2026)

Der Beitrag bestätigt Claus' Reaktion und die Darstellung, sie werde in CDU-Kreisen als Favoritin von Friedrich Merz gehandelt. Er stellt stärker als die dpa-Meldung den möglichen Konflikt mit der CSU heraus, die Ilse Aigner favorisiere, und verweist auf eine erwartete Entscheidung nach Merz' Asien-Reise.

Stern: „CDU-Vize Claus signalisiert Interesse an Steinmeier-Nachfolge“ (27.10.2026)

Der Artikel hebt ebenfalls Claus' geäußerte Ehre und das von ihr verlangte Verfahren hervor. Anders als die dpa-Meldung ordnet er die mögliche Kandidatur stärker in die Konkurrenz zu Ilse Aigner und die Suche nach einer eigenen Unionskandidatin ein.

Gemeinsam ist den Beiträgen die Darstellung von Claus als neuem Namen in der Nachfolgedebatte. Offen bleiben die innerparteiliche Entscheidung, die Haltung der CSU und die Position des Koalitionspartners.

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