Ines Claus, Bundespräsidentenwahl

Ines Claus als Steinmeier-Nachfolgerin: Sie fühlt sich geehrt

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 14:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die hessische CDU-Fraktionsvorsitzende nennt die Diskussion über ihre mögliche Kandidatur eine große Ehre. Über das weitere Vorgehen sollen CDU, CSU und der Koalitionspartner in einem geordneten Verfahren beraten.

Claus führt Hessens CDU-Fraktion

  • Ines Claus ist seit April 2020 Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Hessen.
  • Die 49-Jährige ist seit 2026 stellvertretende Vorsitzende der Bundes-CDU.
  • Claus ist verheiratet, Mutter von drei Kindern und katholisch.
Debatte um Steinmeier-Nachfolge: CDU-Bundesvize Ines Claus fühlt sich geehrt. (Archivbild) - Bild: Michael Kappeler/dpa

Claus reagiert auf Debatte um Steinmeier-Nachfolge

Die hessische CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende Ines Claus fühlt sich durch die Diskussion über eine mögliche Kandidatur für das Bundespräsidentenamt geehrt. Die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist weiterhin offen.

Claus verweist auf parteiinternes Verfahren

„Jetzt gilt es, ein geordnetes Verfahren einzuhalten. Innerhalb der Partei, also mit den Ministerpräsidenten, den Führungsgremien der CDU und der CSU und natürlich mit unserem Koalitionspartner“, sagte Claus der „Rheinischen Post“.

Claus ist auch stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende. Die Zeitung berichtete unter Berufung auf hochrangige CDU-Kreise, die 49-Jährige sei Favoritin von Bundeskanzler Friedrich Merz für das höchste Staatsamt.

Merz will Entscheidung nach Asien-Reise treffen

Merz wolle nach seiner Asien-Reise in der kommenden Woche eine endgültige Entscheidung treffen, hieß es in dem Bericht. Aus seinem Umfeld hieß es zugleich, der Bundeskanzler werde sich weiterhin nicht zu Spekulationen über einzelne Namen äußern.

Claus führt CDU-Fraktion in Hessen

Claus führt die CDU-Landtagsfraktion in Hessen seit April 2020. Seit 2026 ist sie stellvertretende Vorsitzende der Bundes-CDU. Sie ist verheiratet, Mutter von drei Kindern und katholisch.

Die Debatte über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier gewinnt innerhalb der Union an Kontur. Mit Ines Claus wird eine Politikerin genannt, die sowohl in Hessen als auch in der Bundes-CDU eine Führungsrolle innehat. Ihre Erklärung, die Nennung als große Ehre zu empfinden, signalisiert grundsätzliche Offenheit, ist aber noch keine Bewerbung und ersetzt kein parteiinternes Auswahlverfahren.

Entscheidend ist die Abstimmung zwischen CDU, CSU und dem Koalitionspartner. In der Union stehen dabei unterschiedliche Personalvorstellungen im Raum: Neben Claus wird auch die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner als mögliche Kandidatin diskutiert. Eine Entscheidung müsste deshalb nicht nur die Unterstützung des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz, sondern auch die Interessen der CSU und die Mehrheitsfähigkeit in der Bundesversammlung berücksichtigen.

Entscheidung nach der Asien-Reise

Nach der dpa-Meldung will Merz in der kommenden Woche nach seiner Asien-Reise eine endgültige Entscheidung treffen. Bis dahin dürfte die Personaldebatte vor allem innerhalb der Unionsparteien weitergeführt werden. Für Claus spricht ihre Erfahrung als Fraktionsvorsitzende und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende; zugleich wäre eine Kandidatur für das höchste Staatsamt ein Schritt von der Landes- in die Bundespolitik.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

stern: „CDU-Vize Claus signalisiert Interesse an Steinmeier-Nachfolge“ (27.10.2026)

Der Artikel ordne Claus’ Äußerungen als vorsichtiges Interesse ein und stelle die vermutete Unterstützung durch Friedrich Merz heraus. Zusätzlich beleuchte er den möglichen Konflikt mit der CSU, die Ilse Aigner favorisiere, sowie Claus’ bislang geringe bundesweite Bekanntheit.

BR24: „Ilse Aigner bekommt Konkurrenz als potenzielle Steinmeier-Nachfolgerin“ (27.10.2026)

Der Beitrag bestätige Claus’ Äußerung und die im Raum stehende Unterstützung durch Merz. Einen anderen Schwerpunkt setze er auf die Konkurrenz durch Aigner und die Unterstützung, die diese aus SPD und Grünen erhalten habe.

Beide Beiträge stellten Claus als neue Anwärterin neben Aigner dar. Offen bleibe, auf welche Kandidatin sich CDU, CSU und Koalitionspartner verständigen würden.

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