Mecklenburg-Vorpommern: AfD liegt in Prognosen knapp vor der SPD
Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 18:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD laut Prognosen knapp vor der SPD. Die CDU muss um den Wiedereinzug in den Landtag bangen.
AfD und SPD liegen dicht beieinander
Nach den Prognosen von ARD und ZDF kommt die AfD auf 37,0 bis 38,0 Prozent. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig liegt bei 35,5 bis 36,5 Prozent.
Für die AfD wäre das ein kräftiger Sprung gegenüber der Wahl 2021. Die SPD müsste dagegen einen deutlichen Rückgang hinnehmen.
CDU und kleinere Parteien unter Druck
Die CDU erreicht laut Prognose 5,0 bis 5,5 Prozent und könnte damit erstmals in ihrer Geschichte den Einzug in den Landtag verpassen. Auch für Grüne und BSW ist das Ergebnis offen.
Die Linke liegt bei 6,0 bis 7,5 Prozent. Die FDP fällt demnach klar aus dem Landtag.
Mehrheitsfrage bleibt offen
Welche Parteien am Ende tatsächlich in den neuen Landtag einziehen, entscheidet über die mögliche Regierungsbildung. Gerade die knappen Werte an der Fünf-Prozent-Hürde machen den Ausgang für die kommenden Tage politisch besonders bedeutsam.
Einordnung der Prognosen
Die Prognosen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern deuten auf einen Machtverlust der SPD und einen historischen Einbruch der CDU hin. Für die AfD wäre ein Ergebnis knapp vor der SPD ein starkes Signal, weil die Partei damit ihre Position in einem ostdeutschen Flächenland weiter ausbauen würde.
Folgen für die Regierungsbildung
Besonders wichtig ist in diesem Wahlabend weniger die reine Rangfolge als die Frage, welche Parteien überhaupt sicher im Landtag vertreten sein werden. Wenn CDU, Grüne, Linke, BSW oder FDP knapp an der Fünf-Prozent-Hürde liegen, verändert das die Mehrheitsbildung deutlich und erhöht die Unsicherheit für Koalitionsgespräche.
Politische Bedeutung
Für die SPD geht es um mehr als ein einzelnes Wahlergebnis: Mecklenburg-Vorpommern gilt seit Jahren als ein Land, in dem die Sozialdemokraten Regierungsverantwortung mit großer Kontinuität getragen haben. Ein enger Abstand zur AfD und schwächere Werte für die bisherige Koalitionslogik würden den Druck auf die Partei auch bundespolitisch erhöhen, ohne dass daraus automatisch ein klarer Regierungsauftrag folgt.
