Deutschland gegen Griechenland: Kimmich wird zum Pechvogel – Adeyemi bleibt torlos
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 22:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBeim zweiten Länderspiel unter Bundestrainer Jürgen Klopp wird Joshua Kimmich im deutschen Team zum Pechvogel, während Karim Adeyemi gegen Griechenland trotz gefährlicher Szenen ohne Tor bleibt.
Nübel vor dem Gegentor machtlos
Alexander Nübel wurde in seinem vierten Länderspiel lange vor allem mit dem Fuß gefordert. Beim Gegentor war der Torhüter machtlos.
Jonas Vagnoman bestätigte seine gute Form beim VfB Stuttgart und überzeugte mit Aufmerksamkeit und gutem Timing in den Zweikämpfen. Yann-Aurel Bisseck präsentierte sich trotz einer frühen Verwarnung in der 17. Minute als robuster Innenverteidiger im Duell mit Tetteh.
Tah organisiert die Abwehr
Jonathan Tah gab als Abwehrchef Sicherheit, organisierte die Defensivkette und ließ sich von Vangelis Pavlidis nicht überrumpeln. Nathaniel Brown wurde auf der linken Seite vom Dortmunder Konstantinos Karetsas stark gefordert, wodurch seine Offensivaktionen begrenzt blieben.
Kimmich war im Mittelfeld Dreh- und Angelpunkt. Sein Freistoß in der 53. Minute war gefährlich, ehe ihm in der 67. Minute ein krasser Fehlpass unterlief und er beim Gegentor zum unglücklichen Akteur wurde.
Conté überzeugt bei seinem Debüt
Felix Nmecha brachte seine Physis ein und öffnete Räume für das Angriffsspiel, konnte in der Schlussphase aber nicht mehr entscheidend zulegen. Bambasé Conté zeigte bei seinem Debüt keine Nervosität, suchte zweimal den Abschluss und bewies jene Ballgewinne zwischen den Linien, die Klopp an ihm schätzt.
Adeyemi blieb zwar ohne Treffer, hatte aber mehrere gute Szenen. Einen Sprint über rund 70 Meter in der 27. Minute hätte er mit einem Tor krönen müssen; über die linke Seite kam er gefährlicher ins Spiel.
Angriff ohne Ertrag
Younes Ebnoutalib war im Sturmzentrum weitgehend vom Spiel abgeschnitten und fand zwischen den griechischen Abwehrspielern kaum Räume. Kevin Schade überzeugte mit Tempo und Einsatz, seine Aktionen endeten jedoch häufig ohne Ertrag.
Jonathan Burkardt bildete in der Schlussphase mit Ebnoutalib eine Doppelspitze, entwickelte aber keine Torgefahr. Florian Wirtz kam nach nur einer Trainingseinheit für 25 Minuten, schoss weit über das Tor und konnte noch keine entscheidenden Akzente setzen.
Joker können Niederlage nicht wenden
Serge Gnabry sammelte als Joker weitere Spielminuten, konnte die Niederlage aber nicht mehr verhindern. Anton Stach erhielt erneut einen kurzen Einsatz; auf seiner Mittelfeldposition ist die Konkurrenz groß.
Hennes Behrens feierte vor heimischem Publikum sein Debüt und durfte in den Schlussminuten als Außenverteidiger aushelfen.
Klopp setzt auf Neuaufbau
Die Einzelkritik zeigt eine deutsche Mannschaft im Übergang. Neben etablierten Kräften wie Joshua Kimmich und Jonathan Tah erhielten mehrere jüngere oder bislang wenig erfahrene Spieler wichtige Rollen. Bambasé Conté feierte sein Debüt, während Alexander Nübel, Yann-Aurel Bisseck und Younes Ebnoutalib weitere Bewährungschancen bekamen.
Der personelle Umbruch ist auch eine Folge von Verletzungen und der Aufteilung des großen Kaders auf mehrere Nations-League-Spiele. Florian Wirtz und Jonathan Burkardt rückten nach Ausfällen von Jamal Musiala und Kai Havertz früher in die erste Auswahl. Nico Schlotterbeck pausierte nach seiner langen Verletzungspause, wodurch Bisseck in der Innenverteidigung zum Einsatz kam.
Ergebnis bleibt hinter Erwartungen
Für Klopp war die Partie das erste Heimspiel als Bundestrainer. Nach dem 1:1 in den Niederlanden sollte gegen Griechenland der erste Sieg folgen. Die Griechen waren mit einem 2:1 in Serbien in die Nations League gestartet und traten dadurch mit zusätzlichem Selbstvertrauen an.
Die Bewertungen legen nahe, dass Deutschland zwar individuelle Ansätze und Tempo im Angriff zeigte, im Abschluss aber ineffizient blieb. Besonders Adeyemi und Schade sorgten für Dynamik, konnten daraus jedoch keinen entscheidenden Ertrag erzielen. Kimmichs Fehlpass und seine unglückliche Rolle beim Gegentor machen zugleich deutlich, wie stark die Mannschaft weiterhin von ihrem Kapitän als Taktgeber abhängig ist.
