Ilse Aigner: SPD unterstützt Kandidatur als Bundespräsidentin
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 17:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWSSPD legt Unterstützung vor Unionsentscheidung fest
- Lars Klingbeil sagte in Berlin, die SPD werde eine offizielle Kandidatur Aigners unterstützen.
- Die Union will nach der dpa-Meldung am Montag über den Vorschlag beraten.
- Aigner ist CSU-Politikerin und Präsidentin des Bayerischen Landtags.
SPD signalisiert Unterstützung für Aigner
Die SPD würde Ilse Aigner bei einer offiziellen Kandidatur als Bundespräsidentin unterstützen. Das sagte Parteichef Lars Klingbeil bei einem finanzpolitischen Jugenddialog in Berlin.
Klingbeil lobt Aigners politische Wirkung
Klingbeil bezeichnete Aigner als integrative und volksnahe Politikerin, die mit den Menschen auf Augenhöhe rede. Seine Unterstützung knüpfte er an die Entscheidung des CDU-Präsidiums, Aigner offiziell als Kandidatin vorzuschlagen.
Union berät über den Vorschlag
In der CDU-Führung besteht Einigkeit darüber, dass die CSU-Politikerin und Präsidentin des Bayerischen Landtags Bundespräsidentin werden soll. Das CDU-Präsidium soll am Montag über die Personalie beraten.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sprach Klingbeil bereits zu Beginn der Woche mit Bundeskanzler Friedrich Merz über Aigner und positionierte sich dabei klar für sie.
Wahl durch die Bundesversammlung
Eine offizielle Nominierung steht noch aus. Erst danach würde die Bundesversammlung über die Besetzung des höchsten Staatsamts entscheiden.
Die Unterstützung der SPD gibt Ilse Aigner im laufenden Auswahlprozess zusätzliches politisches Gewicht. Für eine Kandidatur muss die Union ihre Entscheidung zunächst formal treffen; laut dpa soll sich das CDU-Präsidium am Montag mit dem Vorschlag befassen.
Aigner ist Präsidentin des Bayerischen Landtags und gehört der CSU an. Ihre mögliche Nominierung verbindet damit das höchste Staatsamt mit einer erfahrenen Landespolitikerin. Zugleich wäre sie die erste Frau an der Spitze der Bundesrepublik.
Entscheidung in der Union
In der CDU-Führung besteht nach der dpa-Meldung Einigkeit über Aigner. Die öffentliche Unterstützung aus der SPD würde eine gemeinsame Kandidatur von Union und Sozialdemokraten ermöglichen und den parteiübergreifenden Charakter der Personalie unterstreichen.
Gewählt wird der Bundespräsident oder die Bundespräsidentin von der Bundesversammlung. Dieses Gremium setzt sich aus den Mitgliedern des Bundestags und einer gleich großen Zahl von Vertreterinnen und Vertretern der Länder zusammen.
Bedeutung für das Amt
Die Entscheidung wäre nicht mit einer automatischen Wahl gleichzusetzen: Erst die offizielle Nominierung und anschließend die Abstimmung der Bundesversammlung machen die Kandidatur verbindlich. Für die SPD steht die Unterstützung laut Klingbeil bereits fest, falls die Union Aigner offiziell vorschlägt.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ZDFheute: „Ilse Aigner soll Bundespräsidentin werden“ (06.11.2026)
Der Beitrag berichtet, dass die CDU hinter Aigner stehen solle und Union sowie SPD sie möglicherweise am Montag offiziell als gemeinsame Kandidatin präsentierten. Im Mittelpunkt stehen außerdem ihre mögliche Rolle als erste Frau im höchsten Staatsamt und der Wahltermin.
Frankfurter Rundschau: „Unions-Entscheidung wohl gefallen: Ilse Aigner soll Bundespräsidentin werden“ (06.11.2026)
Der Artikel berichtet über eine bevorstehende Entscheidung der Union und eine gemeinsame Nominierung mit der SPD. Anders als der ZDF-Beitrag stellt er die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier und die Berufung auf CDU-Kreise in den Vordergrund.
Beide Beiträge stimmen darin überein, dass Aigners Kandidatur in Union und SPD breite Unterstützung findet. Offen bleibt bis zur offiziellen Entscheidung, wann und in welcher Form die Parteien den Vorschlag bekanntgeben.
