TSG Hoffenheim, Bayer Leverkusen

Hoffenheim schlägt Leverkusen 3:0 und feiert 1000. Ligator

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 17:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Hoffenheim entscheidet das Duell der beiden Europa-League-Teilnehmer mit drei Treffern in der Schlussphase für sich. Für Leverkusen endet damit eine Serie von zehn Pflichtspielen mit mindestens zwei Toren.

Hoffenheims spätes Torfest in Sinsheim

  • Die TSG 1899 Hoffenheim gewann in der Arena Sinsheim mit 3:0 gegen Bayer Leverkusen.
  • Andrej Kramaric erzielte in der 79. Minute per Foulelfmeter das 1000. Bundesliga-Tor des Vereins.
  • Alexander Prass und Max Moerstedt trafen in der Schlussphase, während Referee Daniel Siebert zur Pause verletzt ausschied.
  • Hoffenheims Prass wurde am Ball unter Druck gesetzt. - Bild: Uwe Anspach/dpa
  • Hlozek (r) vergab vor der Pause zwei gute TSG-Chancen. - Bild: Uwe Anspach/dpa
  • Joker Kramaric verwandelt zum späten 1:0. - Bild: Uwe Anspach/dpa
Hoffenheims Prass wurde am Ball unter Druck gesetzt. - Bild: Uwe Anspach/dpa Hlozek (r) vergab vor der Pause zwei gute TSG-Chancen. - Bild: Uwe Anspach/dpa Joker Kramaric verwandelt zum späten 1:0. - Bild: Uwe Anspach/dpa

Hoffenheim beendet Leverkusens Torserie

Die TSG 1899 Hoffenheim hat Bayer Leverkusen mit 3:0 (0:0) geschlagen und dessen Aufholjagd Richtung Tabellenspitze gebremst. Andrej Kramaric erzielte in der 79. Minute per Foulelfmeter das 1000. Bundesliga-Tor der Hoffenheimer.

Kramaric trifft vom Punkt

Nach einer weitgehend höhepunktarmen ersten Hälfte brachte Kramaric die Gastgeber in Führung. Alexander Prass erhöhte in der 89. Minute, Max Moerstedt setzte in der sechsten Minute der Nachspielzeit den Schlusspunkt.

Leverkusen erstmals torlos

Die Werkself blieb ebenso wie ihr Stürmer Patrik Schick erstmals in dieser Bundesliga-Saison ohne Treffer. 27.378 Zuschauer sahen in der Arena in Sinsheim eine Partie, die von starkem Regen und langen Phasen ohne klare Chancen geprägt war.

Schiedsrichter muss ausgewechselt werden

Eine ungewöhnliche Szene ereignete sich bereits zur Pause: Schiedsrichter Daniel Siebert musste wegen einer Verletzung durch Robert Hartmann ersetzt werden. Hartmann entschied nach einer Videoüberprüfung auf Strafstoß, nachdem Edmond Tapsoba Fisnik Asllani gefoult hatte.

Turbulente Schlussphase

Prass sah nach seinem Treffer Gelb-Rot, weil er beim Torjubel sein Trikot ausgezogen hatte. Zuvor waren Moerstedt und Leverkusens Loic Badé am Mittelkreis mit den Köpfen zusammengestoßen; Badé wurde benommen auf einer Trage vom Feld gebracht, während Moerstedt anschließend selbst noch traf.

Beide Teams rotieren nach Europa-Einsätzen

Hoffenheim und Leverkusen waren mit Erfolgen aus der Europa League in die Begegnung gegangen. Die TSG hatte Olympique Lyon mit 3:0 besiegt, Leverkusen gewann bei OFI Kreta mit 2:0, weshalb beide Trainer ihre Startaufstellungen angesichts des engen Spielplans veränderten.

Hoffenheim hatte zunächst die besseren Möglichkeiten: Adam Hlozek köpfte früh über das Tor und traf später den Pfosten, während Fisnik Asllani an Bayer-Keeper Mark Flekken scheiterte. Leverkusen kam durch Ibrahim Maza zu einer Chance für Schick, der jedoch über das Tor schoss.

Hoffenheim ging mit Rückenwind aus dem Europapokal in die Partie. Der 3:0-Erfolg gegen Olympique Lyon war der erste Sieg der TSG in der laufenden Europa-League-Saison und hatte Andrej Kramaric mit einem Tor und zwei Vorlagen zum prägenden Spieler gemacht.

In der Bundesliga war der Erfolg gegen Leverkusen für Hoffenheim besonders wertvoll, weil die Mannschaft damit nach dem durchwachsenen Saisonstart erneut ein Ausrufezeichen setzte. Die TSG hatte nach sechs Spieltagen erst sechs Punkte gesammelt und stand zwischenzeitlich auf Platz 14.

Belastungsprobe nach Europapokal

Beide Mannschaften mussten den engen Spielrhythmus mit Reisen, Rotation und personellen Veränderungen bewältigen. Leverkusen hatte zuvor bei OFI Kreta mit 2:0 gewonnen, Hoffenheim setzte sich gegen Lyon durch. In Sinsheim zeigte sich jedoch, dass der Europapokal-Erfolg nicht automatisch in eine überzeugende Bundesliga-Leistung überging.

Kramaric als entscheidender Faktor

Kramaric kam zunächst als Joker und sorgte mit dem Elfmeter für die Führung. Sein Treffer passte zu seiner Rolle als erfahrener Unterschiedsspieler, der auch nach einer längeren persönlichen Durststrecke in entscheidenden Momenten für die TSG wichtig blieb.

Für Leverkusen wird die Niederlage vor allem deshalb zum Rückschlag, weil die Mannschaft erstmals in dieser Bundesliga-Saison torlos blieb. Schicks Serie endete ebenfalls, während Hoffenheim mit zwei späten weiteren Treffern die Partie deutlich entschied. Der Zusammenstoß von Moerstedt und Badé überschattete die Schlussphase zusätzlich.

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