Herbert Reul: CDU verschiebt Nominierung nach Hüftbruch
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 04:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
CDU plant Aufstellung vor Weihnachten
- Die CDU verschiebt die für Donnerstag geplante Nominierung von Herbert Reul im Rheinisch-Bergischen Kreis.
- Reul ist bislang der einzige Bewerber für das Direktmandat im Wahlkreis 22.
- Die Wahlvorschläge müssen erst bis Januar 2027 eingereicht werden.
Nach seinem Hüftbruch verschiebt die CDU die Aufstellungsversammlung für NRW-Innenminister Herbert Reul im Rheinisch-Bergischen Kreis.
Entscheidung nach Rücksprache mit Reul
Die Kreis-CDU teilte mit, der geschäftsführende Kreisvorstand habe die Verschiebung nach Rücksprache mit Reul einstimmig beschlossen.
Eigentlich sollte Reul am Donnerstag als Direktkandidat für die Landtagswahl aufgestellt werden. Die Versammlung soll nun noch vor Weihnachten stattfinden.
Frist läuft erst im Januar ab
Die Partei begründete den Schritt mit dem zeitlichen Spielraum: Die Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge endet erst im Januar 2027.
Reul ist der einzige Bewerber der CDU für den Wahlkreis 22, der den Rheinisch-Bergischen Kreis II umfasst. Bei der Landtagswahl 2022 gewann er dort 51,1 Prozent der Erststimmen.
Sturz bei Termin in Wuppertal
Der 74-jährige CDU-Politiker war am Freitag bei einem Termin im Polizeipräsidium Wuppertal gestürzt und hatte sich die Hüfte gebrochen.
Nach Angaben seines Ministeriums wurde Reul noch am selben Abend operiert. Anschließend sagte er, nun seien Training und vor allem Geduld wichtig, auch wenn ihm das besonders schwerfallen werde.
Warum die Verschiebung organisatorisch möglich ist
Die CDU muss die Nominierung im Wahlkreis 22 nicht kurzfristig nachholen. Nach Angaben der Kreispartei endet die Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge erst im Januar 2027. Dadurch kann die Aufstellungsversammlung in die Zeit nach Reuls Genesung verlegt werden, ohne dass der Partei unmittelbar ein formaler Zeitdruck entsteht.
Reuls politische Ausgangslage
Der Innenminister geht mit einem deutlichen Wahlergebnis aus dem Jahr 2022 in die erneute Bewerbung. Mit 51,1 Prozent der Erststimmen gewann er das Direktmandat im Rheinisch-Bergischen Kreis II klar. Zudem ist Reul bislang der einzige Bewerber der CDU für den Wahlkreis.
Pause trotz laufender Amtsgeschäfte
Der Unfall unterbricht Reuls öffentliche Termine und zwingt ihn zu einer medizinisch notwendigen Erholung. Zugleich erklärte er, auch vom Krankenhausbett aus Aufgaben erledigen zu können. Die geplante Versammlung vor Weihnachten schafft der CDU einen konkreten neuen Zieltermin, lässt aber offen, wann Reul wieder vollständig politisch belastbar sein wird.

