Deutschland, Baden-Württemberg

Tischtennis-Star Kaufmann erhielt Morddrohungen im Internet

12.03.2026 - 05:15:04 | dpa.de

Hasskommentare, Drohungen, Sexismus: Immer mehr Sportlerinnen und Sportler berichten von Enthemmungen in sozialen Medien. Ein Olympia-Star erzählt nun von einem besonders drastischen Fall.

Tischtennis-Star Annett Kaufmann.  - Foto: Manfred Schillings/dpa
Tischtennis-Star Annett Kaufmann. - Foto: Manfred Schillings/dpa

Die deutsche Tischtennis-Spielerin Annett Kaufmann hat öffentlich von Morddrohungen gegen sie in den sozialen Netzwerken berichtet. «Es wurde genau geschildert, wie ich umgebracht werden soll», sagte die 19 Jahre alte Junioren-Weltmeisterin und Mannschafts-Europameisterin in einem Talkformat der «Stuttgarter Zeitung» und der «Stuttgarter Nachrichten».

Als Reaktion darauf habe sie die Absender blockiert und bei der Internet-Plattform gemeldet. «Seither ist das nicht mehr passiert», sagte Kaufmann, die seit den Olympischen Spielen 2024 in Paris das bekannteste Gesicht der deutschen Tischtennis-Frauen ist.

«Es wird schlimmer und schlimmer»

Von der Zunahme von Hasskommentaren und «Psychoterror» in den sozialen Medien hatte zuletzt bei den Olympischen Winterspielen auch die Biathletin Franziska Preuß erzählt. Der deutsche Tischtennis-Nationalspieler Benedikt Duda machte im vergangenen Jahr öffentlich, wie er im Netz von Online-Wettern beschimpft wurde, die zuvor Geld auf die Ergebnisse seiner Spiele gesetzt hatten.

«Es wird schlimmer und schlimmer», sagte Kaufmann. «Vor allem Frauen bekommen unsägliche Nachrichten, die sich auf Äußerlichkeiten beziehen. Auch ich erhalte, neben anderen Hassbotschaften, viele extrem sexistische Kommentare. Es gibt zwar auch viele Fans, die mich in den sozialen Medien verteidigen – trotzdem ist nicht ohne, was man da aushalten muss.»

Thomas Weikert reagierte als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) betroffen. «Hass & Hetze im Netz betreffen uns alle. Wir werden das nicht akzeptieren», schreib Weikert auf X. Man setze alles daran, Athletinnen und Athleten zu schützen. Politik & Plattformbetreiber stünden in der Pflicht, gegen Hass im Internet vorzugehen.

Die aus Bietigheim in der Nähe von Stuttgart stammende Kaufmann hat sich nach eigenen Angaben bewusst dazu entschieden, sich zu diesem Thema öffentlich zu äußern. «Hass bleibt Hass. Das darf nicht einfach hingenommen und akzeptiert werden», sagte Kaufmann.

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