Hannover 96, Sandro Wagner

Hannover 96: Sandro Wagner wird neuer Trainer mit Vertrag bis 2028

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 16:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Sandro Wagner übernimmt zur Länderspielpause als neuer Trainer von Hannover 96 und erhält einen Vertrag bis 2028. Der Club reagiert damit auf den schwachen Saisonstart und die Entlassung von Christian Titz.

Sandro Wagner wird einem Bericht zufolge der neue Trainer von Hannover 96. (Archivbild) - Bild: Tom Weller/dpa
Sandro Wagner wird einem Bericht zufolge der neue Trainer von Hannover 96. (Archivbild) - Bild: Tom Weller/dpa

Sandro Wagner wird neuer Trainer von Fußball-Zweitligist Hannover 96 und unterschreibt bei den Niedersachsen einen Vertrag bis 2028.

Vertrag bis 2028 nach schwachem Saisonstart

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge ist der Wechsel des 38-Jährigen auf die Trainerbank von Hannover 96 perfekt. Der Club reagiert damit auf den missglückten Saisonstart, in dem die als Aufstiegskandidat gehandelten Niedersachsen aus den ersten fünf Spielen nur einen Sieg holten.

Wagner tritt die Nachfolge von Christian Titz an, der nach der Niederlage beim 1. FC Nürnberg am vergangenen Freitag von seinen Aufgaben entbunden wurde. Titz besaß in Hannover noch einen Vertrag bis 2027 und hatte in der Vorsaison als Tabellenvierter den Sprung in die Bundesliga knapp verpasst.

Einstieg zur Länderspielpause

Beim Heimspiel gegen den VfL Bochum am Sonntag wird Wagner noch nicht an der Seitenlinie stehen. Seine Arbeit in der niedersächsischen Landeshauptstadt soll er erst in der dreiwöchigen Länderspielpause aufnehmen.

Gegen Bochum übernimmt nach den Berichten weiter Interimstrainer Lars Barlemann die Verantwortung auf der Trainerbank. Erst danach soll Wagner offiziell ins Tagesgeschäft eingreifen und die Vorbereitung auf die nächsten Ligapartien leiten.

Karriereweg vom Spieler zum Cheftrainer

Wagner war als Profi-Stürmer unter anderem für den FC Bayern München, die TSG Hoffenheim und Werder Bremen aktiv. Seine Trainerlaufbahn begann er in der Regionalliga bei der Spielvereinigung Unterhaching.

Im Anschluss arbeitete er als Co-Trainer unter Julian Nagelsmann bei der deutschen Nationalmannschaft. Zur Bundesliga-Saison 2025/26 übernahm Wagner erstmals einen Cheftrainerposten in der höchsten Spielklasse beim FC Augsburg.

Frühes Aus in Augsburg

Das Engagement in Augsburg endete jedoch früh: Nach einem missglückten Saisonstart wurde Wagner dort bereits im Dezember 2025 wieder freigestellt. Nun erhält er in Hannover 96 die Chance, sich in der 2. Bundesliga als Cheftrainer langfristig zu etablieren.

Neuer Trainer, hoher Erwartungsdruck

Der Wechsel von Sandro Wagner zu Hannover 96 fällt in eine Phase, in der der Club nach einem schwachen Saisonstart seinen Anspruch als Aufstiegskandidat untermauern muss. Mit nur einem Sieg aus den ersten fünf Partien steht die sportliche Leitung unter Zugzwang. Die Verpflichtung eines bis 2028 laufenden Trainervertrags zeigt, dass der Verein bewusst auf Kontinuität setzt, obwohl der Vorgänger Christian Titz erst 2025 übernommen hatte und vertraglich bis 2027 gebunden war.

Karriereweg und Risiko des nächsten Schritts

Wagners Trainerprofil ist ungewöhnlich für einen Zweitligisten mit Aufstiegsambitionen: Nach ersten Stationen in Unterhaching und der Rolle als Co-Trainer bei der Nationalmannschaft folgte ein kurzes, schwieriges Engagement als Cheftrainer in Augsburg. Sein früher Aus dort macht deutlich, dass er sich im Profi-Trainerbereich erst langfristig beweisen muss. Für Hannover 96 ist die Entscheidung dennoch nachvollziehbar: Der Verein setzt auf einen modernen, kommunikativen Trainer mit Bundesliga-Erfahrung als Spieler und aktueller Bekanntheit, was auch die öffentliche Wahrnehmung stärken kann.

Konsequenzen für Team und Liga

Sportlich könnte der Einstieg zur Länderspielpause ein Vorteil sein. Wagner erhält mehrere Wochen, um den Kader zu analysieren, Abläufe zu verändern und taktische Anpassungen vorzubereiten, bevor er erstmals an der Seitenlinie steht. Für die Mannschaft bedeutet der Trainerwechsel nach einem knapp verpassten Aufstieg in der Vorsaison einen erneuten Umbruch in kurzer Zeit. In der 2. Bundesliga könnte Hannover 96 mit Wagner zu einem der spannendsten Projekte werden: Gelingt die Stabilisierung, bleibt der Aufstiegskampf offen; misslingt sie, droht ein weiterer schwieriger Saisonverlauf mit möglichen personellen Konsequenzen.

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