Produktion/Absatz, Umstrukturierung

Hamburgs rot-grüner Senat hat den vereinbarten Einstieg der weltgrößten Reederei MSC beim Hamburger Hafenlogistiker HHLA DE000A0S8488 offiziell beschlossen.

13.02.2024 - 14:33:24

Hamburgs Senat beschließt Einstieg von MSC bei der HHLA auch offiziell

Es sei am Dienstag eine entsprechende Drucksache verabschiedet worden, die nun der Bürgerschaft zugeleitet werde, sagte die stellvertretende Senatssprecherin Julia Offen. In zwei Wochen werde Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zudem eine Regierungserklärung im Parlament abgeben.

Offen sagte, die Bürgerschaft habe nun das Prä, sich mit der Sache intensiv auseinanderzusetzen. "Unbenommen dessen ist es natürlich so, dass der Senat das Ganze auch nochmal einordnen und erläutern wird und der Erste Bürgermeister wird in zwei Wochen eine Regierungserklärung dazu abgeben."

Die Stadt Hamburg und die weltgrößte Reederei Mediterranean Shipping Company (MSC) wollen die HHLA künftig als Gemeinschaftsunternehmen führen, bei dem die Stadt eine Mehrheit von 50,1 Prozent hält. Bislang gehören der Stadt rund 70 Prozent der börsennotierten HHLA. MSC und die Stadt wollen das Eigenkapital der HHLA um 450 Millionen Euro erhöhen. Zudem will die Reederei ihr Ladungsaufkommen von 2025 an erhöhen und bis 2031 auf eine Million Standardcontainer zusätzlich pro Jahr steigern.

MSC ist bereits über eine Tochter an weltweit rund 70 Terminals beteiligt, beispielsweise in Bremerhaven in einem Gemeinschaftsunternehmen mit Eurogate. MSC befindet sich in Privatbesitz der Familie Aponte und betreibt mit MSC Cruises auch ein bedeutendes Kreuzfahrtgeschäft.

Gegen den geplanten Deal gibt es erhebliche Widerstände vor allem von Hafenarbeitern, Betriebsräten, der Gewerkschaft Verdi und von der Opposition in der Hamburgischen Bürgerschaft. Aus Protest waren HHLA-Beschäftigte sogar in einen wilden Streik getreten. Sie fürchten trotz gegenteiliger Zusagen um ihre Arbeitsplätze und die Mitbestimmung.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

IG Metall erneuert Kritik an Thyssenkrupp-Chef López In der Debatte um die Zukunft von Deutschlands größtem Stahlhersteller Thyssenkrupp DE0007500001 Steel hat die IG Metall ihre Kritik an Konzernchef Miguel López erneuert. (Boerse, 21.02.2024 - 17:42) weiterlesen...

Einst größtes Gebäude Londons soll Hotel werden Er war einst das höchste Gebäude von London, nun soll der ikonische Fernsehturm BT Tower ein Hotel werden. (Boerse, 21.02.2024 - 15:04) weiterlesen...

Baustoffkonzern Saint Gobain will australischen Konkurrenten CSR kaufen Der französische Baustoffkonzern Saint Gobain FR0000125007 will seinen australischen Konkurrenten CSR AU000000CSR5 für eine Milliardensumme übernehmen. (Boerse, 21.02.2024 - 10:57) weiterlesen...

Kreise: Baustoffkonzern Saint Gobain interessiert sich für australische CSR Der französische Baustoffkonzern Saint Gobain FR0000125007 will Insidern zufolge seinen australischen Konkurrenten CSR AU000000CSR5 übernehmen. (Boerse, 21.02.2024 - 07:33) weiterlesen...

Verdi ruft erneut zu Protesten gegen MSC-Deal auf Die Gewerkschaft Verdi macht weiter Front gegen den Einstieg der weltgrößten Reederei MSC beim Hamburger Hafenlogistiker HHLA DE000A0S8488 und ruft für Mittwoch (17.00 Uhr) zu weiteren Protesten auf. (Politik, 20.02.2024 - 17:40) weiterlesen...

Walmart übertrifft Erwartungen und kauft zu - Aktie auf Rekordhoch Der Supermarktkonzern Walmart US9311421039 erwartet wegen der Kaufzurückhaltung ein schwächeres Wachstum im neuen Geschäftsjahr. (Boerse, 20.02.2024 - 17:17) weiterlesen...