Flughafen BER, Gefahrgut-Alarm

Gefahrgut-Alarm: Terminal 1 am Flughafen BER wird geräumt

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 19:50 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Am Flughafen Berlin Brandenburg ist am Donnerstagabend Terminal 1 wegen eines Gefahrgut-Alarms geräumt worden. Der öffentliche Bereich wurde gesperrt, der Flugbetrieb lief über Terminal 2 weitgehend weiter.

Terminal 1 am Flughafen BER wegen Gefahrgut-Alarm geräumt
Flughafen BER (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Terminal 1 des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) ist am Donnerstagabend wegen eines Gefahrgut-Alarms geräumt worden. Die Bundespolizei hatte nach Angaben einer Flughafensprecherin gegen 17:45 Uhr wegen des Verdachts auf einen gefährlichen Stoff Alarm ausgelöst.

Öffentlicher Bereich von Terminal 1 gesperrt

Aus Sicherheitsgründen wurde der öffentliche Bereich von Terminal 1 geräumt. Passagiere und Besucher mussten das Terminal verlassen, während Einsatzkräfte der Bundespolizei und weitere Sicherheitsdienste vor Ort tätig waren. Ein Bundespolizist erklärte am Abend gegen 19:30 Uhr, dass die Sperrung des Terminals zu diesem Zeitpunkt weiterhin andauerte.

Flugbetrieb läuft eingeschränkt weiter

Trotz der Räumung blieb der Flugbetrieb am BER nicht vollständig betroffen. Nach Angaben des Flughafens wurden zunächst keine umfangreichen Flugstreichungen bekannt, verschiedene Maschinen hoben weiterhin ab. Eine Eurowings-Verbindung nach Stuttgart wurde allerdings am Abend abgesagt.

Verlagerung der Abfertigung auf Terminal 2

Bereits abfertigungsbereite Maschinen konnten den Flughafen noch verlassen, im Anflug befindliche Flugzeuge weiterhin landen. Die Abfertigung der Passagiere wurde soweit möglich auf Terminal 2 verlegt. Eine Flughafensprecherin betonte, dass die Abläufe trotz der Sperrung geordnet seien und der Betrieb angepasst fortgeführt werde.

Die Räumung von Terminal 1 am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) wegen eines Gefahrgut-Alarms zeigt, wie sensibel der Luftverkehr auf mögliche Sicherheitsrisiken reagiert. Schon der begründete Verdacht auf einen gefährlichen Stoff reicht aus, um große Teile eines Terminals vorsorglich zu sperren und Passagiere aus dem öffentlichen Bereich zu führen. Dies entspricht den in Deutschland üblichen Sicherheitsstandards, bei denen der Schutz von Menschen klar Vorrang vor Einschränkungen im Betrieb hat.

Sicherheitslage im Luftverkehr

In den vergangenen Monaten standen mehrere deutsche Flughäfen im Fokus sicherheitsrelevanter Ereignisse, etwa der vereitelte Anschlagsversuch mit Sprengstoff-Drohnen am Flughafen Leipzig/Halle. Die Behörden reagieren seither besonders aufmerksam auf jede Auffälligkeit im Umfeld von Flughäfen, egal ob es um verdächtige Gegenstände, Drohnen oder Gefahrgut geht. Der nun gemeldete Alarm am BER reiht sich in dieses Bild erhöhter Wachsamkeit ein, ohne dass daraus automatisch ein Zusammenhang zu anderen Fällen abgeleitet werden kann.

Konsequenzen für Reisende

Für die Passagiere bedeuten solche Maßnahmen vor allem Wartezeiten, Umleitungen und im Einzelfall Flugausfälle. Am BER wird nach Angaben der Flughafensprecherin die Abfertigung soweit möglich auf Terminal 2 verlegt, um den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten. Bereits vorbereitete Maschinen konnten weiter starten, anfliegende Flugzeuge weiterhin landen. Damit bleibt der Kernverkehr funktionsfähig, auch wenn einzelne Verbindungen – wie der erwähnte Eurowings-Flug nach Stuttgart – gestrichen werden können.

Ausblick

Wie sich der aktuelle Gefahrgut-Alarm konkret entwickelt und ob sich der Verdacht auf einen gefährlichen Stoff bestätigt, ist zunächst offen. Erfahrungsgemäß prüfen Bundespolizei und Sicherheitsdienste verdächtige Funde oder Hinweise detailliert und passen die Maßnahmen anschließend an. Für Flugreisende bleibt die Empfehlung, kurz- bis mittelfristig die Informationen der Airlines und des Flughafens zu verfolgen, da sich Abflugzeiten, Abfertigungsorte und mögliche Umleitungen auch kurzfristig ändern können.

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