Füllkrug: Klopp plant Comeback für DFB-Team mit 33
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 17:46 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFüllkrugs Rückkehr nach Bremen
- Jürgen Klopp will Niclas Füllkrug für die deutsche Nationalmannschaft nominieren.
- Die Nations-League-Spiele gegen Serbien und die Niederlande finden am 13. und 16. November statt.
- Füllkrug erzielte in den ersten zehn Pflichtspielen für Werder Bremen zwölf Treffer.
Füllkrug steht vor DFB-Comeback
Niclas Füllkrug steht vor einer Rückkehr in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Bundestrainer Jürgen Klopp will den 33 Jahre alten Stürmer von Werder Bremen für die Nations-League-Spiele gegen Serbien am 13. November und die Niederlande am 16. November nominieren.
Zwölf Tore in zehn Pflichtspielen
Füllkrug sorgt seit seiner Rückkehr im Sommer nach Bremen wieder für starke Zahlen. In den ersten zehn Pflichtspielen dieser Saison erzielte er zwölf Treffer.
Seine Nominierung galt trotz dieser Bilanz lange als offen. Klopp stellt das Aufgebot für die beiden Partien an diesem Donnerstag zusammen.
Letztes DFB-Spiel im Sommer 2025
Zuletzt war Füllkrug im September des vergangenen Jahres unter Klopps Vorgänger Julian Nagelsmann nominiert worden. Sein bislang letztes Spiel im DFB-Trikot bestritt er im Sommer 2025 im Nations-League-Spiel um Platz drei gegen Frankreich, das Deutschland mit 0:2 verlor.
Danach folgte eine Torflaute bei West Ham United in der Premier League und bei AC Mailand in Italien. In Bremen fand der Angreifer anschließend zu seiner früheren Treffsicherheit zurück.
Klopp äußerte sich zuletzt zurückhaltend
Klopp hatte zuletzt mit Blick auf Füllkrugs Alter gesagt: „Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33. Das ist nicht meine Schuld.“ Die Aussage hatte die Debatte über eine Rückkehr des Stürmers zusätzlich angeheizt.
Nach der geplanten Nominierung würde Füllkrug trotz seines fortgeschrittenen Alters wieder zum deutschen Kader gehören.
Füllkrugs mögliche Rückkehr fällt in eine Phase, in der Jürgen Klopp den Kader der Nationalmannschaft verkleinern und zugleich seine sportliche Linie für die kommenden Wettbewerbe schärfen muss. Nach der ungewöhnlich großen Auswahl zum Amtsantritt steht für die Nations-League-Partien gegen Serbien und die Niederlande eine deutlich begrenztere Gruppe im Mittelpunkt.
Füllkrug bringt dabei ein Profil mit, das sich von vielen jüngeren Angreifern unterscheidet: Strafraumpräsenz, körperliche Robustheit und Gefahr bei hohen Bällen. Gerade gegen tief stehende Gegner kann ein klassischer Mittelstürmer eine zusätzliche taktische Option eröffnen. Seine zwölf Treffer in den ersten zehn Pflichtspielen für Werder liefern zudem ein starkes sportliches Argument.
Erfahrung gegen Neuaufbau
Gleichzeitig steht die Personalie für Klopps Spannungsfeld zwischen kurzfristiger Leistung und langfristiger Kaderplanung. Füllkrug ist 33 Jahre alt, während der Bundestrainer auch jüngeren Spielern Perspektiven geben muss. Eine Nominierung würde deshalb nicht automatisch eine dauerhafte Rolle bedeuten, sondern könnte ebenso als situative Verstärkung für bestimmte Gegner und Spielverläufe verstanden werden.
Für die deutsche Mannschaft geht es in den anstehenden Partien nicht nur um einzelne Personalentscheidungen. Die Spiele gegen Serbien und die Niederlande sind Teil des Wettbewerbs und bieten Klopp die Möglichkeit, erfahrene Kräfte mit seinem Neuaufbau zu verbinden. Füllkrugs Rückkehr würde diese Balance sichtbar machen: aktuelle Torproduktion und internationale Erfahrung auf der einen Seite, die Entwicklung eines zukunftsfähigen Angriffs auf der anderen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
NDR: „Niclas Füllkrug für Deutschland? Eine knifflige Frage für Klopp“ (03.11.2026)
Der Beitrag hebt Füllkrugs zwölf Treffer in zehn Pflichtspielen hervor und untersucht, welchen taktischen Mehrwert der Mittelstürmer bieten könnte. Anders als die dpa-Meldung behandelt er vor allem die sportlichen Argumente für und gegen eine Rückkehr.
Stern: „Fußball-Nationalmannschaft: Rotstift und Füllkrug-Debatte: Klopp fällt Entscheidungen“ (04.11.2026)
Der Artikel ordnet die Personalie in Klopps bevorstehende Kaderverkleinerung ein und beschreibt Füllkrug als zentrale Debatte bei der Auswahl für die Nations-League-Spiele. Im Mittelpunkt stehen dort stärker die Kadergröße, verletzungsbedingte Ausfälle und Klopps langfristige Systemplanung.
Beide Beiträge bestätigen Füllkrugs starke Form und die Bedeutung der Altersfrage. Offen bleibt bis zur Bekanntgabe des Aufgebots, welche konkrete Rolle der Bremer im Kader erhalten soll.
