Deutscher Altersvorsorge-Index Frühjahr 2026 (DIVAX-AV): Rentenkommission steht vor großer Aufgabe Alarmzeichen für die Rentenpolitik: Altersvorsorge-Index fällt deutlich
26.05.2026 - 13:49:57 | presseportal.de
Hohe Erwartungen an die Rentenkommission
"Die Regierung steht jetzt unter enormen Handlungsbedarf," kommentierte der Wissenschaftliche Direktor des DIVA, Prof. Dr. Oliver Schellenberger. "Natürlich ist die aktuelle Energiekrise durch den Irankrieg und die allgemein schlechte Wirtschaftslage mitverantwortlich für die negative Stimmung. Allerdings zeigt unsere Befragung ganz klar, dass sich nur noch ein Viertel der Befragten gut durch die Rentenversicherung abgesichert fühlt. Ein Minus von über fünf Prozentpunkten im Vergleich zur Herbstbefragung 2025. Mit diesen Ergebnissen muss sich die Rentenkommission dringend auseinandersetzen!"
Rentenreform braucht Ehrlichkeit: Bürger meiden unbequeme Stellschrauben
Besonders die Antworten auf die Fragen nach der "Langfristigen Stabilisierung der gesetzlichen Rente" zeigen auf, wie wichtig es ist, unbequeme Wahrheiten über eine angemessene und geschlossene politische Kommunikation zu vermitteln. Gefragt nach den wichtigsten Stellschrauben wie Ausgabenentlastung bzw. Einnahmenerhöhung, scheuen die Befragten eindeutig Lösungen, die sie direkt betreffen, jedoch finanzmathematisch die höchste Systementlastung brächten. Erhöhung der Rentenbeiträge (insg. Nur 15,3 % Zustimmung bei den Befragten), Absenkung des Rentenniveaus (Zustimmung bei 12,5 % der Befragten), Abschaffung der Rente mit 63 (Zustimmung bei 13,7 % der Befragten) und Erhöhung des Renteneintrittsalters (Zustimmung bei nur 10,8 % der Befragten) haben für die Bürger die geringste Priorität. "Schenken Sie den Bürgern endlich reinen Wein ein! Die Veränderung des Rentensystems kann nur gelingen, wenn wir an den richtigen Stellschrauben drehen. Das hört keiner gern", fordert Martin Klein, Geschäftsführer von VOTUM, einer der Trägerverbände des DIVA.
Positiv: Altersvorsorgereformgesetz greift Vielfalt der Vorsorgebedürfnisse auf
Dass es auch anders geht, zeigen Bundesregierung und Bundestag selbst. Das gerade verabschiedete Altersvorsorgereformgesetz macht einen Schritt in die richtige Richtung. Es trägt der Tatsache Rechnung, dass die Präferenzen der Bevölkerung sehr unterschiedlich sind. Ob klassische Vorsorgeprodukte, fondsgebundene Lösungen, Immobilien oder neue Anlageformen wie das Altersvorsorgedepot: Entscheidend ist, dass Bürgerinnen und Bürger Wahlmöglichkeiten erhalten, die zu ihrer persönlichen Lebenssituation passen. Hieraus sollte die Politik den notwendigen Mut schöpfen und auch in den anderen Schichten der Altersvorsorge nun handeln.
Die Umfrage ist Teil der aktuellen Ausgabe des Deutschen Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV) und wurde im Auftrag des DIVA von INSA-CONSULERE durchgeführt. Befragt wurden ca. 2.000 Personen in Deutschland. Alle Ergebnisse sind auf der Website des DIVA zu finden.
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DIVA - Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung DIVA - Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung
Das Deutsche Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) in Frankfurt am Main ist ein An-Institut der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) und versteht sich als Meinungsforschungsinstitut für finanzielle Verbraucherfragen. Es wird von vier namhaften Vermittlerverbänden getragen: dem Bundesverband Finanzdienstleistung AfW, VOTUM, dem Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV) und dem Bundesverband der Assekuranzführungskräfte VGA. Die Wissenschaftliche Leitung liegt seit 1.1.2026 bei FHDW-Professor Dr. Oliver Schellenberger.
Deutscher Geldanlage-Index des DIVA (DIVAX-GA); Deutscher Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV)
Im Rahmen seines Forschungsspektrums veröffentlicht das DIVA jeweils zweimal jährlich den Deutschen Geldanlage-Index (DIVAX-GA) und den Deutschen Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV), die das Meinungsklima der Menschen in Deutschland zu diesen Finanzfragen messen. Sie werden ergänzt durch Sonderbefragungen zu Themen der Vermögensbildung und Alterssicherung, häufig mit Unternehmenspartnern. Veröffentlichungen des DIVA und weitere Informationen unter www.diva.de.
FHDW - Fachhochschule der Wirtschaft
Die private Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) wurde 1993 gegründet. Sie bietet an fünf Campussen duale und berufsbegleitende Bachelor- und Master-Studiengänge in den Bereichen Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik an. Neben der engen Verzahnung von Theorie und Praxis durch die Kooperation mit rund 800 Unternehmen bietet die FHDW kleine Studiengruppen, intensive Betreuung, effiziente Studienorganisation und attraktive Karrieremöglichkeiten. Im Sommersemester 2025 sind über 2.000 Studierende eingeschrieben. Sie werden von 40 Professoren und zahlreichen Lehrbeauftragten betreut. Seit ihrer Gründung hatte die FHDW rund 11.000 Absolventinnen und Absolventen. Weitere Informationen unter www.fhdw.de.
Pressekontakt:
Prof. Dr. Oliver Schellenberger, Wissenschaftlicher Direktor
Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung
Kleiner Hirschgraben 10-12, 60311 Frankfurt/Main
Tel. 069 2562 6998-0
oliver.schellenberger@diva.de www.diva.de
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