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CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Forsa-Umfrage: Union legt zu, SPD und Grüne verlieren

18.04.2020 - 15:02:42

Nach der jüngsten Forsa-Umfrage hat die Union auch direkt nach Ostern weiter deutlich in der Wählergunst zugelegt. Es gibt unter den Parteien mehrere Verlierer.

Die Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von n-tv und RTL wurde am Samstag (18. April 2020) veröffentlicht. Sie zeigt für die Union nochmals einen deutlichen Zuwachs: Im Vergleich zur vergangenen Woche gewinnt sie wiederum zwei Prozentpunkte, sie liegt nun bei 39 Prozent aller Stimmen. Das geht auch zulasten der SPD, die beim gegenwärtigen Stand von 16 Prozent einen Prozentpunkt verloren hat. Ein weiterer Verlierer sind die Grünen, die ebenfalls im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt abgaben. Inzwischen liegen sie mit 15 Prozent hinter der SPD. Die AfD hält unverändert ihren Anteil von 10 Prozent. Dasselbe trifft auf die Linkspartei (8 Prozent) und die FDP (5 Prozent) zu. Die sonstigen Parteien erreichen insgesamt 7 Prozent, während 25 Prozent der Wahlberechtigten entweder derzeit nicht wählen würden oder unentschlossen sind. Laut dem vorliegenden Ergebnis von Forsa könnte die Union nun, wenn tatsächlich Bundestagswahl wäre, derzeit nach Belieben mit der SPD oder den Grünen auf Bundesebene koalieren. Das linke Lager aus SPD, Linkspartei und Grünen käme demnach zusammen auf 39 Prozent, ein Wert, den die Union alleine erreicht. Rot-Grün-Rot wäre im Bund also derzeit nicht regierungsfähig.

Das Handeln in der Coronakrise hat das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Union gestärkt. Sie profitiert natürlich vom Regierungsbonus, doch die ebenfalls regierende SPD kann das bekannte Phänomen derzeit nicht für sich nutzen. 47 Prozent aller Bundesbürger trauen derzeit am ehesten der CDU/CSU zu, die wirklich schwierigen Probleme in Deutschland zu lösen. Dieser Wert stieg gegenüber der Woche vor Ostern um vier Prozent. Der SPD trauen dies unverändert sieben Prozent, den Grünen aber nur drei Prozent zu. Fünf Prozent halten eine sonstige Parteie für politisch am kompetentesten, 38 Prozent keine der maßgeblichen bzw. wahrnehmbaren Parteien. Bei einer derzeitigen Bundestagswahl würde die Union derzeit ihr Ergebnis der Bundestagswahl vom September 2017 um 6,1 Prozentpunkte überbieten. Überdurchschnittlich gewinnt sie in Nordrhein-Westfalen (plus 7,4 Prozentpunkte) und in Bayern (plus 11,2 Prozent). In Bayern käme nun die CSU wieder auf 50 Prozent. In NRW könnte sich die CDU bei einer Wahl über 40 Prozent freuen. Die SPD rutscht hingegen in diesen beiden Ländern auf absolute Tiefstwerte ab: Sie würde in Bayern nur noch zehn, in NRW 19 Prozent erreichen. Das wäre in beiden Ländern das schlechteste Ergebnis seit 1946.

Der Forsa-Chef Manfred Güllner verweist darauf, dass die Landeswerte stark mit dem Auftritt der jeweiligen Ministerpräsidenten assoziiert sind. Hier gebe es derzeit große Unterschiede zwischen Armin Laschet (NRW) und Markus Söder (Bayern). Jedoch würden beide ihren Parteien überdurchschnittliche Zuwachsraten bringen, so Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL. Sie hätten offenbar Erfolg damit, ihren Bürgern auf zwar recht unterschiedliche Weise, aber dennoch sehr nachdrücklich das Gefühl zu vermitteln, dass sie sich wirklich um die wichtigen Probleme der Menschen kümmern. Das sei derzeit nun einmal die Coronakrise. Beide Ministerpräsidenten hätten damit wieder frühere Wähler für die Union zurückgeholt, die zeitweise verloren gegangen schienen und zur gesellschaftlichen und politischen Mitte gehören. Diese Hypothese des Meinungsforschers ergibt sich aus den Zahlen der Wählerwanderung. Demnach profitiert die Union derzeit von den Stimmen derjenigen Bürgerinnen und Bürger, die zwischenzeitlich zu den Grünen oder der FDP abgewandert waren. Sie kehren nun wieder zur Union zurück. Bei der FDP sei das sogar ein Drittel ihrer Wähler aus 2017, so Güllner.

Forsa hatte für die Erhebung bundesweit 2.002 Personen zwischen dem 14. und 17. April 2020 befragt. Für Nordrhein-Westfalen und Bayern wurden 1.365 bzw. 1.073 Personen zwischen dem 1. und 17. April 2020 befragt.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, A-055824

@ ad-hoc-news.de