Forsa-Umfrage, Union

Forsa-Umfrage: AfD führt mit 26 Prozent vor Union mit 19 Prozent

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 14:09 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Die AfD behauptet mit 26 Prozent ihre Führung, während CDU und CSU erneut unter 20 Prozent bleiben. Zugleich wächst die Unzufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz und mit der politischen Problemlösungskompetenz der Parteien.

Forsa: Union bleibt unter 20 Prozent - Grüne legen zu
Friedrich Merz am 05.10.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur

CDU und CSU bleiben in der aktuellen Forsa-Sonntagsfrage die zweite Woche in Folge unter der Marke von 20 Prozent. Im RTL/ntv-„Trendbarometer“ erreicht die Union 19 Prozent, während die AfD mit unveränderten 26 Prozent an der Spitze liegt.

Grüne legen zu, Linke verliert

Die SPD hält ihr Plus aus der Vorwoche und kommt weiterhin auf 14 Prozent. Die Grünen gewinnen einen Prozentpunkt und steigen auf 17 Prozent, die Linke verliert einen Punkt und fällt auf elf Prozent.

Die FDP bleibt bei vier Prozent. Das BSW rutscht unter die Drei-Prozent-Marke und wird damit wieder unter den sonstigen Parteien erfasst, die zusammen neun Prozent erreichen.

Mehrheit sieht keine Partei als Problemlöser

Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen bleibt bei 24 Prozent. Damit liegt er weiterhin über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2025 von 17,9 Prozent.

Auch bei der politischen Kompetenz liegt die Union erneut unter zehn Prozent. Nur neun Prozent trauen CDU und CSU am ehesten zu, die Probleme in Deutschland zu lösen. Die AfD gewinnt einen Punkt und liegt mit 13 Prozent vorn; SPD und Grüne kommen jeweils auf sieben Prozent, die Linke auf fünf Prozent.

Deutliche Kritik an Merz

Mit 56 Prozent traut weiterhin mehr als die Hälfte der Befragten keiner Partei zu, die Probleme in Deutschland am besten zu lösen. Dieser Anteil steigt gegenüber der Vorwoche um einen Prozentpunkt.

Bundeskanzler Friedrich Merz kommt aus seinem Umfragetief nicht heraus. Wie in den Vorwochen sind elf Prozent mit seiner Arbeit zufrieden, 87 Prozent dagegen unzufrieden. Auch unter den Anhängern von CDU und CSU überwiegt die Kritik: 39 Prozent äußern sich zufrieden, 60 Prozent unzufrieden.

Für die Erhebung wurden 2.502 Menschen befragt. Der Befragungszeitraum lief vom 29. September bis zum 5. Oktober 2026.

Die Forsa-Erhebung zeichnet ein politisches Kräfteverhältnis, in dem die AfD mit 26 Prozent deutlich vor der Union liegt. CDU und CSU erreichen 19 Prozent und bleiben damit zum zweiten Mal in Folge unter der Marke von 20 Prozent. Die Grünen verbessern sich auf 17 Prozent und liegen damit nur noch zwei Punkte hinter der Union.

Besonders relevant ist die Verbindung von Parteiwerten und Kompetenzzuschreibungen. Nur neun Prozent trauen der Union am ehesten zu, die Probleme in Deutschland zu lösen; zugleich kann keine Partei eine Mehrheit bei dieser Frage hinter sich versammeln. Der Anteil der Befragten, die keiner Partei diese Fähigkeit zuschreiben, steigt auf 56 Prozent. Das verweist auf eine breite Distanz zu den politischen Angeboten und nicht allein auf eine Verschiebung zwischen einzelnen Parteien.

Unzufriedenheit mit der Bundesregierung

Die Bewertung des Bundeskanzlers verstärkt dieses Bild. Friedrich Merz erreicht bei der Zufriedenheit elf Prozent, während 87 Prozent seine Arbeit ablehnen. Selbst unter den Anhängern von CDU und CSU überwiegt die Unzufriedenheit. Vergleichbare jüngere Umfragen zeigen ebenfalls schwache Zustimmungswerte für Merz und eine angespannte Lage der Union.

Für die politische Mobilisierung ist zudem der hohe Anteil Nichtwähler und Unentschlossener bedeutsam. Mit 24 Prozent liegt er über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2025. Die aktuellen Werte sind deshalb eine Momentaufnahme, zeigen aber zugleich ein erhebliches ungebundenes Wählerpotenzial und wachsenden Druck auf die Regierungsparteien.

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