FC Bayern lässt Torwartfrage vor Kunstrasen-Spiel offen
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 13:01 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBayern reist früher nach Stavanger
- Der FC Bayern tritt am Dienstag um 21.00 Uhr bei Viking Stavanger in der Champions League an.
- Das Spiel findet auf Kunstrasen statt und ist laut Club-Angaben erst das zweite Pflichtspiel der Bayern auf diesem Belag.
- Bei einem Einsatz kann Manuel Neuer gegen seinen 54. unterschiedlichen Champions-League-Gegner spielen und mit 163 Einsätzen zu Thomas Müller aufschließen.
Der FC Bayern München hat sich wegen des Champions-League-Spiels bei Viking Stavanger früher als gewohnt auf den Weg nach Norwegen gemacht.
Torwartfrage bleibt offen
Ob Manuel Neuer nach seinem Fehler beim 2:2 gegen den FC Augsburg oder Jonas Urbig im Tor steht, ließen Trainer Vincent Kompany und Sportvorstand Max Eberl zunächst offen.
Eberl betonte zugleich, es gebe keine Zweifel an Neuer. Der 53-Jährige sagte, Neuer sei die Nummer eins und werde es bleiben; über die Zukunft werde später entschieden.
Training auf ungewohntem Untergrund
Wegen des Kunstrasens verlegte Kompany das Abschlusstraining nach Stavanger. Die Spieler sollen sich dort an den Belag und die passende Schuhwahl gewöhnen.
Für den deutschen Rekordmeister ist die Partie nach Club-Angaben erst das zweite Pflichtspiel auf Kunstrasen. Zuvor spielte Bayern am 22. November 2006 bei Spartak Moskau 2:2.
Kompany fordert Bayern-Fußball
Kompany erklärte, er habe in 20 Jahren Karriere nie auf Kunstrasen gespielt. Für ihn dürften Wind, Regen, Sonne, hohe oder niedrige Temperaturen den Anspruch nicht verändern: Die Mannschaft solle überall Bayern sein.
Joshua Kimmich erwartet, dass die Münchner auch auf Kunstrasen guten Fußball spielen können. Harry Kane verwies darauf, dass sich der Boden stärker auf Knie und Knöchel auswirken könne, mit den richtigen Schuhen aber kein großes Problem sein müsse.
Viking wartet auf die Münchner
Viking Stavanger verlor im September beim VfB Stuttgart mit 1:3. In der heimischen Lyse Arena hat der norwegische Meister seit August vergangenen Jahres jedoch nur ein Pflichtspiel nicht gewonnen.
Bayern hatte die neue Champions-League-Saison vor einem Monat mit einem 5:0 gegen FK Bodø/Glimt begonnen. Gegen Viking strebt die Mannschaft den nächsten Sieg in der Ligaphase an.
Kunstrasen als taktischer Sonderfall
Das Spiel in Stavanger verlangt dem FC Bayern eine Anpassung ab, die im europäischen Spitzenfußball selten geworden ist. Auf Kunstrasen verändern sich Balltempo, Absprungsverhalten und die Wirkung der Schuhwahl. Das betrifft nicht nur technische Abläufe, sondern auch Pressing, Passschärfe und die Abstimmung zwischen Torwart und Abwehr.
Die frühere Anreise und das Training in der Lyse Arena dienen deshalb vor allem der Gewöhnung. Bayern kann auf diesem Untergrund nicht dieselben Erfahrungswerte nutzen wie auf Naturrasen. Zugleich bleibt der sportliche Anspruch unverändert: Nach dem 5:0 gegen FK Bodø/Glimt soll der zweite Sieg in der Ligaphase die Ausgangslage in der Champions League verbessern.
Neuer bleibt im Mittelpunkt
Die Torwartfrage erhält ihre besondere Bedeutung durch Neuers Fehler beim 2:2 in Augsburg. Eberls Aussage zur bestehenden Nummer-eins-Hierarchie spricht für Kontinuität, während Urbig als mögliche Alternative im Blick bleibt. Eine Entscheidung für oder gegen Neuer würde damit nicht nur die Aufstellung, sondern auch die Bewertung des Augsburg-Spiels prägen.
Für Neuer bietet die Partie zudem eine unmittelbare sportliche Gelegenheit zur Reaktion. Bei einem Einsatz könnte er gegen seinen 54. unterschiedlichen Champions-League-Gegner antreten und mit 163 Einsätzen zu Thomas Müller aufschließen. Unabhängig von der Besetzung im Tor muss Bayern auf einem ungewohnten Platz seine Spielkontrolle behaupten.
ntv: „FC Bayern kann Neuer-Patzer nur notdürftig reparieren“ (10.10.2026)
Der Bericht ordne Neuers Fehler beim 2:2 in Augsburg als entscheidenden Rückschlag ein und hebe hervor, dass Bayern bereits am Dienstag auf Kunstrasen in Stavanger die Chance zur Wiedergutmachung habe. Damit bestätige der Artikel den Ausgangspunkt der Torwartdebatte, setze seinen Schwerpunkt aber stärker auf die verpasste Tabellenführung und die anstehende Belastungsphase.
