Deutschland, Ukraine

Makeiev: Partner sollen uns nicht zu Kompromissen zwingen

25.11.2025 - 09:46:22 | dpa.de

Erleichtert waren die Ukraine und die Europäer, als sie Trumps Plan entschärfen konnten. Von den Partnern erwartet die Ukraine weiter Unterstützung - und will nicht zu Kompromissen gedrängt werden.

Vor dem Hintergrund der laufenden Gespräche über einen Frieden in der Ukraine betont der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, erneut die roten Linien seines Landes. Die Abgabe von besetzten Gebieten bezeichnete er im ZDF-«Morgenmagazin» als «absolut tabu». 

Auf die Frage, ob frühere Positionen wie Gebietsabtretungen an Russland, die Halbierung der ukrainischen Armee und der Verzicht auf eine Nato-Mitgliedschaft, nun vom Tisch seien, antworte Makeiev: «Das sind rote Linien für uns.» Er fügte hinzu: «Nochmals: Es ist wichtig, dass unsere Partner uns dabei helfen und nicht versuchen, uns zu irgendwelchen Kompromissen zu zwingen.» Makeiev sagte zudem, es sei wichtig, dass Russland zu Zugeständnissen gezwungen werde.

Er sei optimistisch, dass mit Druck, mit wirtschaftlichen Sanktionen, mit weiterer Unterstützung der Ukraine Russland gezwungen werde, an den Verhandlungstisch zu kommen, so Makeiev.

Mit Europäern Modifizierung von Trumps Plan erreicht

Ein kürzlich von US-Präsident Donald Trump vorgelegter 28-Punkte-Plan, der von vielen als «Wunschliste Russlands» kritisiert worden ist, war für die Ukraine und die Europäer fast durchweg inakzeptabel. Unter anderem sollte die Ukraine erhebliche Gebietsverluste und eine Obergrenze für ihre Truppenstärke akzeptieren. Die Nato sollte auf die Aufnahme der Ukraine und anderer neuer Mitglieder verzichten, und die USA sollten von dem in der EU eingefrorenen russischem Vermögen maßgeblich profitieren.

Bei langen Gesprächen mit den USA in Genf am konnten die Ukraine und führende europäische Staaten den neuen Plan eigenen Angaben nach entschärfen. Russland zeigte sich zunächst eher ablehnend. In den nächsten Tagen werden zahlreiche weitere Gespräche geführt.

Anzeige

Inflation diktiert die politischen Schlagzeilen. Wer schützt aktiv deine Ersparnisse?

Lass geldpolitische Entscheidungen nicht zu deinem finanziellen Nachteil werden. Entdecke in 'trading-notes' bewährte Strategien, um Kaufkraftverluste durch eine intelligente, inflationsresistente Aktienauswahl systematisch auszugleichen.
100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Jetzt abonnieren .

Weitere Meldungen

Ukraine-Krieg: Selenskyj offen für Referendum zu Frontlinie. Stundenlang verhandeln Ukrainer und Russen über ein Ende des vierjährigen Krieges. Auch Verbündete der Ukraine sind nach Genf gereist. Präsident Selenskyj erklärt, welche Lösung er akzeptabel fände. Ukraine-Krieg: Selenskyj offen für Referendum zu Frontlinie (Ausland, 18.02.2026 - 04:15) weiterlesen...

Integration von Ukrainern in den Arbeitsmarkt kommt voran. Der Krieg löste eine Fluchtbewegung aus, auch nach Deutschland. Allmählich steigt die Zahl der erwerbstätigen Geflüchteten. Vor knapp vier Jahren begann Russlands Angriff auf die Ukraine. (Politik, 17.02.2026 - 11:09) weiterlesen...

Nach gut drei Jahren hat jeder zweite Ukraine-Flüchtling Job. Der Krieg löste eine Fluchtbewegung aus, auch nach Deutschland. Allmählich steigt die Zahl der erwerbstätigen Geflüchteten. Vor knapp vier Jahren begann Russlands Angriff auf die Ukraine. (Politik, 17.02.2026 - 10:15) weiterlesen...

Kallas fordert Zugeständnisse Russlands für einen Frieden. Die Europäer pochen energischer auf Mitsprache. Drei Tage haben Politiker, Militärs und Wissenschaftler in München über den Umgang mit Krisen und Kriegen beraten. (Ausland, 15.02.2026 - 13:48) weiterlesen...

Selenskyj erhält Auszeichnung für Widerstand der Ukrainer. Dieses Mal ging er an den ukrainischen Präsidenten - stellvertretend für alle Bürger seines Landes. Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz wird jährlich der Ewald-von-Kleist-Preis verliehen. (Ausland, 14.02.2026 - 21:12) weiterlesen...

Selenskyj: Ukraine weiterhin an Taurus interessiert Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das anhaltende Interesse seines Landes an Marschflugkörpern des Typs Taurus aus Deutschland bestätigt. (Boerse, 14.02.2026 - 17:26) weiterlesen...