Deutschland, Nordrhein-Westfalen

Abgeordnete berichtet unter Tränen von eigenem Erlebnis

27.02.2026 - 17:18:22 | dpa.de

Emotionaler Moment im Parlament: In einer Debatte über Gewalt gegen Frauen verlässt eine Abgeordnete die allgemeine Ebene. In einigen ergreifenden Sätzen deutet sie ein schlimmes Erlebnis an.

  • Der Linken-Abgeordneten Kathrin Gebel kamen am Rednerpult die Tränen. - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
    Der Linken-Abgeordneten Kathrin Gebel kamen am Rednerpult die Tränen. - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
  • Die Linken-Abgeordnete Kathrin Gebel wird nach ihrer Rede getröstet.  - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
    Die Linken-Abgeordnete Kathrin Gebel wird nach ihrer Rede getröstet. - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
  • Die Linken-Abgeordnete Kathrin Gebel spricht über Gewalt gegen Frauen und dabei auch über ein eigenes Erlebnis.  - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
    Die Linken-Abgeordnete Kathrin Gebel spricht über Gewalt gegen Frauen und dabei auch über ein eigenes Erlebnis. - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
Der Linken-Abgeordneten Kathrin Gebel kamen am Rednerpult die Tränen. - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa Die Linken-Abgeordnete Kathrin Gebel wird nach ihrer Rede getröstet.  - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa Die Linken-Abgeordnete Kathrin Gebel spricht über Gewalt gegen Frauen und dabei auch über ein eigenes Erlebnis.  - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

In einer Bundestagsdebatte über Gewalt gegen Frauen hat die Linke-Abgeordnete Kathrin Gebel unter Tränen von einem eigenen Erlebnis berichtet. «Ich war 17», sagte Gebel. «Er lockte mich unter dem Vorwand, einen Film mit Klassenkameraden zu gucken, in seine Wohnung. Früher arbeitete er an meiner Schule. Es war spät, ich war allein. Ich wusste nicht, wie ich nach Hause komme. Als ich ankam, waren keine Klassenkameraden da.» Weiteres sagte sie dazu nicht.

Die 28 Jahre alte Abgeordnete aus Nordrhein-Westfalen setzte die Rede fort, indem sie zum allgemeinen Thema der Debatte zurückkehrte, der Bekämpfung von sexualisiertem Missbrauch und dem Fall des US-amerikanischen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. «Drei Millionen Aktenzeichen gibt es zu Epsteins Gewaltnetzwerk», sagte Gebel. Bevor sie über ihren eigenen Fall sprach, hatte Gebel das Schicksal von Virginia Giuffre geschildert, die zu den bekanntesten Opfern im Missbrauchsskandal um den US-Multimillionär gehörte und im Alter von 41 Jahren gestorben war.

Sitzungsleiter dankt dem Parlament

Gebel unterstützte im Weiteren die Forderung einer Betroffenenvereinigung nach mehr Aufklärungsarbeit zum Thema sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, nach Konsequenzen für die Täterinnen und Täter und einfacherer Hilfe für Betroffene. Gebler kritisierte, dass in Deutschland Verfahren wegen sexualisierter Gewalt zu häufig eingestellt würden. Anders als in Großbritannien, Frankreich oder Polen werde auch aktuell nicht im Zusammenhang mit dem Fall Epstein ermittelt. «In Deutschland kein einziges Wort von Friedrich Merz», kritisierte sie.

Der Sitzungsleiter, Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne), dankte vor der Ansage des nächsten Redners dafür, «dass es hier möglich ist, eine solche Rede zu halten». Er ergänzte, er möchte allen danken, «die geholfen haben, dass das ermöglicht worden ist, dass eine solche emotionale Rede hier gehalten werden konnte». Nach ihrer Rede wurde Gebler unter anderem von ihrer Fraktionskollegin Clara Bünger umarmt.

Beantragt worden war die Aktuellen Stunde mit dem Thema «Kein Wegschauen auf Kosten der Betroffenen – Gewalt gegen Frauen, sexuellen Missbrauch und Netzwerke des Machtmissbrauchs aufklären und bekämpfen» von den Grünen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 68618591 |

Weitere Meldungen

Wird die Show ein Hit? Schmitz testet die Schwarmintelligenz Was passiert, wenn ein Schnellsprecher auf kollektives Raten trifft? Ralf Schmitz testet auf dem «Wer wird Millionär?»-Sendeplatz ein neues RTL-Quiz, bei dem ein Einzelner gegen 200 Menschen antritt. (Unterhaltung, 25.04.2026 - 06:00) weiterlesen...

Bibi Heinicke ist schon wieder bei «Let's Dance» raus. Sie nutzt den Abschied für eine Liebeserklärung an ihre Kinder. Das Tanz-Wunder blieb aus: Nach ihrem Comeback als Nachrückerin muss Bianca Heinicke das RTL-Parkett nun erneut räumen. (Unterhaltung, 25.04.2026 - 00:34) weiterlesen...

Behörde warnt vor Potenzmittel-Schokolade. Was harmlos aussieht, kann gefährlich sein, Kontrolleure raten vom Verzehr ab. Es geht um den Wirkstoff Sildenafil – schon wieder. Ein rotes «Make Love»-Herzchen ist auf der Schoko-Verpackung. (Unterhaltung, 24.04.2026 - 15:33) weiterlesen...

Unternehmerfamilie will Parfümeriekette Pieper übernehmen. Die Zukunft der Kette ist nun geklärt. Die Parfümerie Pieper durchläuft ein Insolvenzverfahren. (Wirtschaft, 24.04.2026 - 14:15) weiterlesen...

In Wenden gefundener Schädel gehört zu getöteter 32-Jähriger. Die Ermittler stehen aber noch vor weiteren Fragen. Nach dem Fund eines menschlichen Schädels im Kreis Olpe steht fest: Er gehört zu einer getöteten 32-Jährigen. (Unterhaltung, 24.04.2026 - 11:38) weiterlesen...

Marketing-Experte: «Galeria wird nicht mehr gebraucht». Kann Galeria noch die Wende schaffen? Der Wirtschaftswissenschaftler Martin Fassnacht ist «sehr pessimistisch». Das Warenhausunternehmen steckt erneut in finanziellen Schwierigkeiten. (Wirtschaft, 24.04.2026 - 05:01) weiterlesen...