Eintracht Frankfurt schlägt Köln 1:0 und beendet Heimflaute
Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 22:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFrankfurts Antwort auf Leipzig
- Younes Ebnoutalib erzielte in der 77. Minute das entscheidende Tor für Eintracht Frankfurt.
- Noah Atubolu bestritt gegen Köln sein 100. Bundesliga-Spiel im Frankfurter Tor.
- Vor 59.600 Zuschauern vergab Köln nach dem Seitenwechsel den möglichen Punktgewinn.
Eintracht Frankfurt beendet lange Heimflaute
Eintracht Frankfurt hat erstmals seit über sieben Monaten wieder ein Bundesliga-Heimspiel gewonnen. Die Hessen setzten sich vor 59.600 Zuschauern mit 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Köln durch und reagierten damit auf die 0:6-Niederlage bei RB Leipzig sechs Tage zuvor.
Ebnoutalib erlöst die Eintracht
Younes Ebnoutalib erzielte in der 77. Minute das Siegtor. Der 23 Jahre alte Stürmer vollendete eine sehenswerte Vorlage von Noel Aseko und bescherte Frankfurt den ersten Heimerfolg seit März.
Kapitän Robin Koch sprach nach dem Abpfiff von einem wichtigen Erfolg für den gesamten Verein. Die Eintracht zeigte über weite Strecken die aktivere Spielanlage, musste sich ihre Chancen gegen eine kompakte Kölner Mannschaft aber geduldig erarbeiten.
Atubolu hält Köln im Spiel
Die Gäste hatten die erste Möglichkeit: Marius Bülter prüfte Frankfurts Torhüter Noah Atubolu bereits nach 40 Sekunden. Der 24-Jährige, der im Sommer vom SC Freiburg an den Main gewechselt war, verhinderte weitere Kölner Treffer und absolvierte zugleich sein 100. Bundesliga-Spiel.
Frankfurt kam durch Ebnoutalib und Farès Chaïbi früh zu Chancen. Kölns Torhüter Marvin Schwäbe parierte später gegen Ebnoutalib, Lilian Brassier und Chaïbi. Said El Mala verpasste vor der Pause nach einem Solo den Führungstreffer.
Köln verpasst nächsten Achtungserfolg
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Frankfurt den Druck. Ebnoutalib scheiterte zunächst per Kopf, ehe Aseko mit seiner Vorlage die entscheidende Szene einleitete. Köln hatte nach dem 2:1-Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach den nächsten Erfolg angepeilt, blieb diesmal aber ohne Punkt.
Der Frankfurter Heimsieg beendet eine Serie, die den Klub im eigenen Stadion über Monate belastet hatte. Vor der Partie gegen Köln war der letzte Erfolg im Stadtwald ein 1:0 gegen Heidenheim im März gewesen; danach folgten mehrere Niederlagen und Unentschieden. Die Eintracht hatte damit nicht nur sportlich Punkte liegen gelassen, sondern auch den Vorteil des eigenen Publikums eingebüßt.
Besonders schwer wog die defensive Anfälligkeit. Vor dem Köln-Spiel standen nach fünf Ligapartien 16 Gegentore zu Buche. Das 0:6 bei RB Leipzig sechs Tage zuvor hatte die Diskussion über die Abwehr und Kapitän Robin Koch zusätzlich verschärft. Der Sieg gegen Köln liefert deshalb vor allem kurzfristige Stabilität: Frankfurt bewahrte erstmals seit längerer Zeit wieder die Kontrolle über ein Heimspiel und hielt ohne Gegentor.
Ein Sieg mit mehreren Signalen
Für die Mannschaft ist zudem die Rolle von Younes Ebnoutalib bedeutsam. Der 23-Jährige, der im Jahresverlauf von der SV Elversberg nach Frankfurt gekommen war und inzwischen für die Nationalmannschaft nominiert wurde, entschied die Partie mit seinem Treffer. Torhüter Noah Atubolu überzeugte bei seinem 100. Bundesliga-Einsatz ebenfalls.
Köln verpasste nach dem Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach den nächsten Erfolg. Frankfurt kann den 1:0-Sieg nun nutzen, um Selbstvertrauen und defensive Ordnung aufzubauen. Die nachhaltige Bedeutung zeigt sich allerdings erst in den kommenden Bundesliga-Aufgaben.
