Bahnstrecke Berlin–Hamburg wegen Bombe bei Müssen gesperrt
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 10:36 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSAusfälle und Umleitungen im Fernverkehr
- Die Sperrung wurde am Dienstagmorgen nach dem Fund am Bahnhof Müssen im Kreis Herzogtum Lauenburg angeordnet.
- ICE-Züge zwischen Hamburg und Berlin sowie zwischen Hamburg und Rostock entfallen.
- Amsterdam-Verbindungen fahren zwischen Berlin und Osnabrück über Hannover und lassen zwei Hamburger Halte aus.
Bombenfund stoppt ICE-Verkehr am Bahnhof Müssen
Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe ist die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg am Dienstagmorgen vollständig gesperrt worden. Der Fund erfolgte am Bahnhof Müssen im Kreis Herzogtum Lauenburg, wodurch es zu Einschränkungen im Fernverkehr kommt.
ICE-Züge fallen auf mehreren Verbindungen aus
Nach Angaben der Bahn entfallen alle ICE-Züge zwischen Hamburg und Berlin sowie zwischen Hamburg und Rostock. Damit ist nicht nur die direkte Verbindung zwischen den beiden Großstädten unterbrochen.
Umleitung über Hannover
Die ICE-Züge der Verbindung Berlin–Hamburg–Amsterdam werden zwischen Berlin und Osnabrück über Hannover umgeleitet. Die Halte in Hamburg-Bergedorf und Hamburg-Harburg entfallen, ersatzweise halten die Züge in Hannover.
Zeitplan für Entschärfung noch offen
Der genaue Zeitrahmen für die Entschärfung blieb zunächst unklar. Die Bahn kündigte weitere Informationen an und rät Reisenden, ihre Verbindung vor der Abfahrt nochmals zu prüfen.
Der Fund am Bahnhof Müssen betrifft eine zentrale Fernverkehrsverbindung zwischen den beiden größten deutschen Städten. Die Strecke Berlin–Hamburg wird von ICE-Zügen stark genutzt; zusätzlich ist sie Teil der internationalen Verbindung über Hamburg nach Amsterdam sowie wichtiger Verbindungen in Richtung Rostock.
Die Sperrung wirkt deshalb über den unmittelbaren Fundort hinaus. Ausfälle zwischen Hamburg und Berlin treffen den direkten Verkehr, während die Umleitung der Amsterdam-Züge über Hannover die Fahrzeiten und die verfügbaren Halte verändert. Dass Hamburg-Bergedorf und Hamburg-Harburg entfallen und Hannover ersatzweise bedient wird, verschiebt zugleich die An- und Abreisemöglichkeiten für Fahrgäste entlang der Strecke.
Entschärfung bestimmt weitere Entwicklung
Bei Kampfmittelverdachtsfällen werden betroffene Bereiche üblicherweise erst nach einer Prüfung und gegebenenfalls Entschärfung wieder freigegeben. Für Reisende ist daher vor allem der Zeitpunkt der Entwarnung entscheidend. Solange dieser nicht feststeht, können sich Ausfälle, Umleitungen und Anschlussänderungen kurzfristig verändern.
Die Auswirkungen reichen auch in den Regional- und Anschlussverkehr hinein, wenn Fernverkehrszüge verspätet oder über andere Knoten geführt werden. Betroffene sollten ihre Verbindung unmittelbar vor der Abfahrt erneut prüfen und zusätzliche Zeit für alternative Wege einplanen.
