Spritpreise, E10

E10-Benzin erreicht neuen Höchststand – Diesel rückt an Rekord heran

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 11:52 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

E10 hat im Tagesdurchschnitt einen neuen Höchststand erreicht, Diesel liegt nur noch wenige Cent unter dem Rekord. Der ADAC meldet zugleich, dass sich der Preisanstieg zuletzt etwas verlangsamt hat.

Die Spritpreise kennen nur eine Richtung: nach oben. - Bild: Sascha Thelen/dpa
Die Spritpreise kennen nur eine Richtung: nach oben. - Bild: Sascha Thelen/dpa

Der Preis für einen Liter Superbenzin der Sorte E10 hat einen weiteren Höchststand erreicht.

ADAC meldet neuen Rekord

Im Tagesdurchschnitt vom Montag kostete der Liter 2,286 Euro, wie der ADAC mitteilte. Das waren gut ein Cent mehr als am Sonntag. Diesel lag bei 2,412 Euro je Liter und damit nur noch wenige Cent unter seinem Rekordpreis.

Preisanstieg verlangsamt sich etwas

Verglichen mit Sonntag verteuerte sich auch der Diesel weiter, der Anstieg fiel aber etwas geringer aus als zuletzt. Insgesamt kennen die Spritpreise weiter nur eine Richtung.

Belastung für Autofahrer bleibt hoch

Für Autofahrer, Pendler und Unternehmen mit hohem Kraftstoffverbrauch bleibt das Tanken damit teuer. Besonders Diesel wirkt sich in vielen Bereichen auf die Kosten aus, weil der Kraftstoff im Güterverkehr und in der Logistik eine zentrale Rolle spielt.

Preise bleiben unter Druck

Die Entwicklung bei E10 und Diesel zeigt, wie schnell sich die Lage an den Zapfsäulen bei steigenden Rohölpreisen zuspitzt. Dass E10 einen neuen Höchststand erreicht, während Diesel sich seinem Rekord annähert, trifft besonders Autofahrer, Pendler und Unternehmen mit hohem Kraftstoffbedarf.

Für die Einordnung ist entscheidend, dass Kraftstoffpreise in Deutschland stark an den Ölmarkt gekoppelt sind. Zusätzliche Belastungen entstehen, wenn geopolitische Risiken Handelsrouten und Förderanlagen betreffen. Dann steigen die Preise oft nicht nur kurzfristig, sondern bleiben über Tage oder Wochen erhöht.

Warum Diesel besonders sensibel reagiert

Diesel gilt in solchen Phasen als anfälliger als Benzin, weil er in Industrie, Logistik und Landwirtschaft breiter eingesetzt wird. Steigende Dieselkosten schlagen deshalb häufig stärker auf Waren, Transport und letztlich auf Verbraucherpreise durch. Für Speditionen und Handwerksbetriebe sind schon kleine Aufschläge spürbar.

Für Verbraucher bleibt zudem der Blick auf regionale Unterschiede wichtig. Bundesweite Durchschnittswerte verdecken, dass einzelne Tankstellen deutlich teurer sein können. Wer flexibel tankt, kann deshalb zumindest einen Teil der Belastung abfedern.

Politischer Druck dürfte wachsen

Wenn die Preise an der Tankstelle weiter nach oben gehen, wächst meist auch der Druck auf Politik und Kartellbehörden. Die zentrale Frage lautet dann nicht nur, wie stark die Preise steigen, sondern wie lange sie auf hohem Niveau bleiben. Genau davon hängt ab, ob sich aus einem Preisschub eine breitere Kostenwelle entwickelt.

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