Deutschland, Berlin

Mutmaßliche Hamas-Waffenbeschaffer in Berlin festgenommen

01.10.2025 - 18:34:51

Drei Männer sollen für die Hamas Waffen für Anschläge auf israelische und jüdische Einrichtungen in Deutschland beschafft haben. Das Bundeskriminalamt nimmt sie in Berlin fest.

Die Bundesanwaltschaft hat in Berlin drei mutmaßliche Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Hamas festnehmen lassen. Als sogenannte Auslandsoperateure sollen sie von Deutschland aus Waffen und Munition für die Vereinigung beschafft haben, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. «Die Waffen sollten der Hamas für Mordanschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland dienen.»

Durchsuchungen habe es auch in Leipzig gegeben, wo einer der Beschuldigten gewohnt habe, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft. Bei einem vierten, nicht festgenommenen Beschuldigten in Oberhausen in Nordrhein-Westfalen sollte ebenfalls durchsucht werden. Zuvor hatte der «Spiegel» über die Durchsuchung berichtet. 

Waffen und Munition «in erheblichem Umfang» gefunden

Bei den Festgenommenen handelt es sich den Angaben zufolge um einen 36-jährigen deutschen Staatsangehörigen, der im Libanon geboren wurde, sowie um einen im Libanon geborenen 43-Jährigen, dessen Staatsangehörigkeit zunächst unklar war. Außerdem ist ein 44-jähriger Deutscher, der aus Syrien stammt, betroffen. Die drei Männer sollen laut der Mitteilung spätestens seit dem Sommer 2025 Schusswaffen und Munition besorgt haben. 

Bei der Festnahme hätten die Einsatzkräfte diverse Waffen gefunden - «darunter ein Sturmgewehr AK 47 sowie mehrere Pistolen, und Munition in erheblichem Umfang», teilte die Bundesanwaltschaft weiter mit. Die oberste Anklagebehörde in Deutschland werde morgen beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs Anträge auf den Erlass von Haftbefehlen stellen. 

Hamas verantwortlich für Massaker in Israel

Erklärtes Ziel der Hamas ist die Vernichtung des Staates Israel und die Errichtung eines islamischen Gottesstaates im Nahen Osten. Die Organisation ist verantwortlich für den Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober 2023, bei dem 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 Menschen als Geiseln genommen wurden. Die beispiellose Attacke löste den Gaza-Krieg aus.

Es ist nicht die erste Festnahme von mutmaßlichen Hamas-Mitgliedern durch die Bundesanwaltschaft. Im Dezember 2023 hatte sie beispielsweise drei Männer in Berlin und einen im niederländischen Rotterdam festnehmen lassen. Sie waren nach früheren Angaben seit Jahren als Auslandsoperateure der Terrororganisation tätig und «nahmen innerhalb der Vereinigung wichtige Positionen mit unmittelbarer Anbindung an Führungskräfte des militärischen Flügels ein». Sie sollen unter anderem nach Waffendepots der Vereinigung gesucht haben. Der Prozess am Kammergericht Berlin läuft noch.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Neue Wendung in Berliner Streusalz-Krimi. Die Berliner Winterkrise nimmt kein Ende. Und neue Glätte droht. Wetterkapriolen, politisches Hick-Hack und das Machtwort eines Gerichts. (Unterhaltung, 04.02.2026 - 15:14) weiterlesen...

Berlin: Gericht stoppt privaten Einsatz von Streusalz. Doch Naturschützer zogen dagegen vor Gericht - mit Erfolg. Nach Wetterchaos und politischen Kapriolen in Berlin sollte Salz dabei helfen, eisglatte Gehwege in der Hauptstadt sicher zu machen. (Unterhaltung, 04.02.2026 - 12:15) weiterlesen...

Staatsakt für gestorbene Rita Süssmuth am 24. Februar. Jetzt steht das Datum dafür fest. Die gestorbene frühere Bundestagspräsidentin Süssmuth wird mit einem Trauerstaatsakt geehrt. (Politik, 04.02.2026 - 12:13) weiterlesen...

Pamela Anderson und Channing Tatum kommen zur Berlinale. Jetzt verkünden die Filmfestspiele weitere prominente Gäste. In wenigen Tagen geht die Berlinale wieder los. (Unterhaltung, 03.02.2026 - 16:31) weiterlesen...

Rapper Samra setzt nach Einbruch Belohnung aus für Hinweise. Es ist ein Bild der Verwüstung, das der Musiker mit emotionalen Worten veröffentlicht. Kleider liegen auf dem Boden, Schränke sind durchwühlt, Schubladen stehen offen. (Unterhaltung, 02.02.2026 - 12:19) weiterlesen...

Bundespolizistinnen beraten Gewaltopfer: Arzt oder Anzeige?. Für Frauen, die Schläge oder sexuelle Gewalt erlebt haben, gibt es Räume, um zur Ruhe zu kommen. Randalierer, Taschendiebe: Die Bundespolizei hat an Großstadt-Bahnhöfen alle Hände voll zu tun. (Unterhaltung, 02.02.2026 - 05:00) weiterlesen...