Ataman warnt vor mehr Diskriminierung durch Elterngeldreform
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 00:00 Uhr, dts-nachrichtenagentur.deAtaman warnte, wenn Väter bei der Kinderbetreuung nicht mitzögen, hätten Mütter doppelt das Nachsehen: Neben Nachteilen im Job würden sie nur noch für neun Monate Elterngeld bekommen. Das wäre ungerecht und könnte sie stärker in finanzielle Abhängigkeit bringen. Sie forderte daher Nachbesserungen im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). "Um Eltern vor Benachteiligung im Job zu schützen, gibt es ein einfaches Mittel: Im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz muss ?familiäre Fürsorge` als Schutzgrund verankert werden."
Ministerin Prien sieht eine Kürzung des Elterngeldes von 14 Monaten auf 12 Monate vor. Um die Leistung für ein volles Jahr zu bekommen, müssen sich Väter künftig mindestens drei Monate statt zwei Monate einbringen.
Der im Jahr 2022 für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes erstellten Studie "Diskriminierungserfahrungen von fürsorgenden Erwerbstätigen" zufolge berichten 30 Prozent der Väter und 24 Prozent der Mütter, dass Vorgesetzte auf die Bekanntgabe der Elternzeit abfällig oder negativ reagiert hätten.
