Energie

Linke kritisiert Uniper-Verkaufsabsichten des Bundes

19.05.2026 - 11:47:26 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Linksfraktion im Bundestag kritisiert die geplanten Absichten des Bundes, einen Teil der staatlichen Anteile am Energiekonzern Uniper zu verkaufen.

Uniper (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Uniper (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Es gebe keinen Grund zur Eile, sagte der finanzpolitische Sprecher Christian Görke den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Wir stecken in der größten Energiekrise aller Zeiten, die Menschen ächzen unter Rekordpreisen", sagte Görke. Ein staatlicher Energiekonzern sei zeitgemäßer denn je, um mehr Kontrolle im Energiemarkt zu haben. Er verwies darauf, dass es Energiekonzerne mit hoher Staatsbeteiligung auch in anderen EU-Staaten gebe. Das trage aus seiner Sicht zur Dämpfung der Preise dort bei. Darüber hinaus schütte Uniper gerade jetzt erstmals wieder Gewinne aus, 300 Millionen Euro sollen bald an den Bundeshaushalt gehen, so Görke.

"Es darf nicht sein, dass der Staat nur in Krisen die Verlustrisiken übernimmt, aber die Privaten wieder übernehmen, wenn Gewinne fließen", forderte er. Die Bundesregierung sollte daraus nun die richtigen Schlüsse ziehen: Statt die "inzwischen sogar rechtlich fraglichen Vorgaben" der EU-Kommission umzusetzen, sollte sie sich dafür starkmachen, auf einen Verkauf verzichten zu können. Und selbst im Rahmen der EU-Vorgaben hätte man noch Zeit bis 2028, es gebe keinen Grund für diese Eile mitten in der Krise.

Rund dreieinhalb Jahre nach der Verstaatlichung des Energiekonzerns Uniper beginnt die Bundesregierung mit dem Wiederverkauf des Unternehmens. Dabei prüft der Bund neben einem Verkauf offenbar auch einen Börsengang, wie aus einer am Dienstag in der "Financial Times" veröffentlichten Anzeige hervorgeht.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69372432 |

Weitere Meldungen

Uniper-Chef begrüßt Verkaufspläne des Bundes Der Chef des verstaatlichten Energiekonzerns Uniper, Michael Lewis, begrüßt die Verkaufspläne des Bundes und sieht gute Chancen für das Unternehmen."Uniper freut sich über die heutige Ankündigung des Bundesministeriums der Finanzen. (Wirtschaft, 19.05.2026 - 08:54) weiterlesen...

Bund startet milliardenschweren Verkauf des Energieriesen Uniper Gut dreieinhalb Jahre nach der staatlichen Milliarden-Rettung des Düsseldorfer Energiekonzerns Uniper leitet die Bundesregierung an diesem Dienstag den weitgehenden Wiederverkauf des Unternehmens ein.Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, sieht das nun fertiggestellte Privatisierungskonzept des Finanzministeriums vor, dass der Bund seine Beteiligung an dem Gas- und Stromversorger vom Ende dieses Jahres an von heute 99,1 Prozent auf 25 Prozent plus eine Aktie reduziert. (Boerse, 19.05.2026 - 00:01) weiterlesen...

Ardian investiert in Windparkprojekt in Sachsen Der französische Großinvestor Ardian festigt seine Präsenz in Deutschland. (Wirtschaft, 18.05.2026 - 15:51) weiterlesen...

Aiwanger kritisiert Lauterbachs Klimanotstand-Vorschlag Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) kritisiert den Vorschlag von Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), einen internationalen Klimanotstand auszurufen."Der soll die Menschen in Ruhe lassen, der soll uns nicht weiter nerven", sagte Aiwanger dem Nachrichtensender "Welt". (Politik, 18.05.2026 - 14:55) weiterlesen...

Grüne fordern Überarbeitung des Klimaschutzprogramms Die Grünen fordern die Bundesregierung zu einer Überarbeitung des Klimaschutzprogramms auf. (Politik, 18.05.2026 - 11:45) weiterlesen...

Reiche dringt auf baldige Senkung der Stromsteuer Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) dringt auf eine baldige Senkung der Stromsteuer. (Politik, 18.05.2026 - 00:00) weiterlesen...