CSU-Vorstoß: Angehörige von RAF-Opfern für zentrales Denkmal
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 00:00 Uhr, dts-nachrichtenagentur.deAuch Michael Buback, Sohn des 1977 ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback, sprach sich für ein Mahnmal aus, verband dies aber mit einer weiteren Forderung: "Eine Initiative zum ehrenden Gedenken an die Opfer des RAF-Terrors kann ich nur unterstützen. Noch wichtiger erscheint mir allerdings die Klärung aller der RAF zugerechneten Morde."
Clais von Mirbach, Sohn des 1975 beim Überfall auf die Deutsche Botschaft in Stockholm getöteten Verteidigungsattachés Andreas Baron von Mirbach, erklärte: "Da die RAF im öffentlichen Bewusstsein so gut wie keine Rolle mehr spielt, andererseits aber Terror als solcher fast noch aktueller ist als damals, kann Erinnerung nur nützen."
Monika Schumann, Witwe des 1977 bei der Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" im Südjemen von PFLP-Terroristen ermordeten Piloten Jürgen Schumann, betonte die Verantwortung des Staates. "An die Morde und deren Opfer zu erinnern, das ist die Aufgabe des Staates. Zumal es vornehmlich um Menschen geht, die diesem Staat gedient haben."
Der RAF-Experte und Buchautor Butz Peters sprach sich ebenfalls für ein zentrales Mahnmal aus. Als mögliche Inschrift schlug er vor: "Mit Mord, Totschlag und anderen Gewalttaten ist unsere Demokratie nicht zu beseitigen." Als Standort könne sich Berlin, der "Geburtsort" der RAF, oder Stuttgart mit seiner besonderen Bedeutung für die Geschichte der Terrorgruppe anbieten.
