CSU drängt erneut auf Neuordnung des Länderfinanzausgleichs
06.01.2026 - 00:00:00Dazu seien eine "deutliche Reduzierung der Zahlungen der Geberländer in den Länderfinanzausgleich und ein neuer Berechnungsmechanismus erforderlich", heißt es in dem Papier weiter. "Der Topzahler Bayern trägt 60 Prozent bei - für das Jahr 2025 werden das voraussichtlich rund zwölf Milliarden Euro sein. Das ist eine Belastung, die in dieser Form nicht länger tragbar ist." Daher sei eine neue Balance zwischen Solidarität und Eigenverantwortung notwendig. "Dazu werden wir das laufende Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht mit allem Nachdruck begleiten", so die CSU-Landesgruppe.
Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder kritisiert schon länger scharf das bestehende System. Andere Bundesländer könnten sich wegen der bayerischen Zahlungen Dinge leisten, die sich Bayern nicht leisten könne, so Söder kürzlich bei einer Regierungserklärung im Landtag. "Wir wollen den Länderfinanzausgleich spätestens 2030 kündigen und hoffen aber schon vorher mit der Klage erfolgreich zu sein", so Söder.


