Arbeitsmarkt, Gesellschaft

Union kritisiert geplante SPD-Mitgliederbefragung zum Bürgergeld

10.11.2025 - 07:00:00

Die CDU hat mit Unverständnis auf das Vorhaben der SPD-Linken reagiert, mit einem Mitgliederbegehren die Reform des Bürgergelds noch zu stoppen.

Der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, Dennis Radtke, bezeichnete das Ansinnen im "Handelsblatt" (Montagsausgabe) als "bizarr". Ein Mitgliederbegehren sei "kein gutes Signal, weder für das Klima in der Koalition noch für die Führung der SPD". Der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Steffen Bilger, verwies darauf, dass 80 Prozent der SPD-Mitglieder dem Koalitionsvertrag zugestimmt hätten und damit auch der Reform.

Die Koalition werde die Abschaffung des Bürgergelds und die Reform zur Grundsicherung "wie vereinbart gemeinsam umsetzen", kündigte er im "Handelsblatt" an. An diesem Montag will die Parteilinke der SPD dem Bundesvorstand mehr als 4.000 Unterschriften vorlegen, um ein Mitgliederbegehren gegen das Bürgergeld zu starten. Initiatorin Franziska Drohsel sagte dem "Handelsblatt", sie sei "optimistisch, dass unser Mitgliederbegehren erfolgreich sein wird". Sie sei nicht gegen die von SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf und CDU-General Carsten Linnemann angemahnten mutigen Reformen. Wenn es darum gehe, ein ungerechtes System durch eine Vermögenssteuer und eine Erhöhung der Erbschaftssteuer zu reformieren, sei sie dabei. "Aber wenn es darum geht, arbeitslose Menschen als zu faul darzustellen und sie so zu sanktionieren, dass sie ihre Wohnung nicht mehr bezahlen können, halte ich das für falsch, unsozial und im Übrigen auch für unchristlich."

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Mehr Widersprüche und Klagen gegen Jobcenter-Entscheidungen Im Jahr 2025 ist die Zahl der Widersprüche und Klagen im Zusammenhang mit dem Bürgergeld gestiegen. (Wirtschaft, 12.01.2026 - 10:18) weiterlesen...

Indeed-Umfrage: Mehrheit kann sich Jobwechsel vorstellen. Und das, obwohl die meisten eigentlich zufrieden sind. Mehr als jeder Zweite denkt laut einer Umfrage über einen neuen Job nach. (Wirtschaft, 10.01.2026 - 04:00) weiterlesen...

Union stellt sich gegen Bleiberecht für arbeitende Zuwanderer Spitzenpolitiker der Union haben sich gegen die Forderung der SPD-Fraktion gestellt, ein Bleiberecht für alle Zuwanderer zu schaffen, die in Deutschland arbeiten oder ausgebildet werden und gut integriert sind."Die Forderung der SPD in dieser Allgemeinheit würde die mühsam wieder aufgebaute Ordnung im Zuwanderungsrecht torpedieren", sagte Unionsfraktionsvize Günter Krings (CDU) der "Welt" (Freitagausgabe). (Sonstige, 08.01.2026 - 19:03) weiterlesen...

SPD weist Söders Renten-Forderung zurück Die Vize-Vorsitzende der SPD im Bundestag, Dagmar Schmidt, hat die Forderung des CSU-Vorsitzenden Markus Söder nach einer Abschaffung der "Rente mit 63" kategorisch zurückgewiesen. (Sonstige, 07.01.2026 - 19:41) weiterlesen...

Sozialreformen: CDU pocht auf früheren Renteneintritt Nach der Einsetzung der Kommissionen für die Sozialreformen drängt die CDU ihren Koalitionspartner SPD auf einen späteren Renteneintritt. (Sonstige, 07.01.2026 - 17:03) weiterlesen...