Steuern

Bearbeitungsdauer für Steuererklärungen in vielen Ländern gestiegen

02.06.2026 - 18:20:46 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Bearbeitung der Steuererklärungen in Deutschland hat im Jahr 2025 länger gedauert als noch im Vorjahr.

Finanzamt (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Finanzamt (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das geht aus einer Auswertung des Bundes der Steuerzahler für das Steuerjahr 2024 hervor, über die der "Focus" berichtet.

Jedes Jahr fragt der Verband in den 16 Landesfinanzministerien an, wie lange die Bearbeitung im Durchschnitt dauert. Demnach haben zwar sechs Bundesländer im Jahr 2025 schneller gearbeitet als im Vorjahr, die anderen Bundesländer konnten sich nicht verbessern oder sind langsamer geworden - zwischen einem Tag und sechs Tagen. Für Nordrhein-Westfalen gibt es keine konkrete Auswertung: Die Finanzverwaltung des Landes gab lediglich eine Spanne von zwei Wochen bis sechs Monaten an.

Am schnellsten waren die Ämter in Hessen - das Land ist mit 41,1 Tagen Spitzenreiter. Berlin landet auf Platz zwei mit 41,5 Tagen. Sachsen und Bayern teilen sich Platz drei: 42 Tage. Am langsamsten waren das Saarland (51,4 Tage) und der Stadtstaat Bremen (56,15 Tage).

Die Bundesgeschäftsführerin des Steuerzahlerbundes, Daniela Karbe-Geßler, forderte die Länder mit Blick auf die Zahlen zu Verbesserungen auf. Es dürfe nicht vom Wohnort abhängen, wann Bürger und Betriebe ihren Steuerbescheid erhalten und möglicherweise sogar Geld zurückbekommen, sagte sie dem "Focus".

Wenn man sich die Daten getrennt nach Arbeitnehmern und sonstigen Personen anschaut, werden Unterschiede deutlich: Bei Steuererklärungen von Arbeitnehmern waren Berlin und Sachsen am schnellsten und bearbeiteten diese sogar in unter 40 Tagen. Bei Selbstständigen, Freiberuflern oder Unternehmern landete kein Land bei unter 40 Tagen.

Gleichwohl setzt sich die Automatisierung fort: Der Anteil der vollständig automatisiert bearbeiteten Steuererklärungen wuchs 2025 weiter. Die Quote beträgt im Durchschnitt fast 23 Prozent, 2024 lag die Zahl bei knapp 22 Prozent.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69472241 |

Weitere Meldungen

SPD gegen Verlängerung des Tankrabatts SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hält den Tankrabatt nicht für die beste Lösung, um Spritpreise bezahlbar zu halten.Zwar habe der Tankrabatt als kurzfristige Maßnahme gut funktioniert, sagte Klüssendorf den Sendern RTL und ntv. (Politik, 02.06.2026 - 08:56) weiterlesen...

Bundesarbeitsministerin fordert Digitalsteuer Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) fordert eine Digitalsteuer zur Finanzierung des Gemeinwesens."Die Frage ist doch, wie die, die aus dem KI-Einsatz hohe Gewinne erzielen, dazu beitragen können, den Staat mitzufinanzieren", sagte Bas beim Ständehaustreff der "Rheinischen Post" in Düsseldorf. (Politik, 02.06.2026 - 07:12) weiterlesen...

Linke kritisiert mangelnde Wirkung des Sondervermögens Linken-Chefin Ines Schwerdtner hat die mangelnde Wirkung des Infrastruktur-Sondervermögens kritisiert. (Politik, 01.06.2026 - 09:15) weiterlesen...

Rentenversicherung erwartet stärkeren Beitragsanstieg ab 2028 Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) rechnet damit, dass der Rentenbeitragssatz im Jahr 2028 stärker ansteigt als bisher angenommen.Das berichtet die "Bild" unter Berufung auf interne DRV-Zahlen. (Wirtschaft, 01.06.2026 - 00:00) weiterlesen...

Kubicki sieht sich nach FDP-Wahl klar gestärkt Der neugewählte FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki sieht sich nach dem Parteitag in Berlin klar gestärkt."Ich bin gewählter Bundesvorsitzender der gesamten Freien Demokratischen Partei, auch der von Marie-Agnes Strack-Zimmermann", sagte er am Sonntag der ARD mit Blick auf seine bei der Wahl unterlegene Mitbewerberin. (Politik, 31.05.2026 - 20:43) weiterlesen...

Günther fordert Ausgleich für Länder bei Steuerreform Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) dringt bei einer Einkommensteuerreform auf einen Ausgleich für Länder und Kommunen. (Politik, 31.05.2026 - 19:52) weiterlesen...