Mehrheit der UnionswĂ€hler lehnt AfD-Leitung von AusschĂŒssen ab
25.04.2025 - 06:58:30Zurzeit gilt die Partei bundesweit als rechtsextremer Verdachtsfall, in drei BundeslĂ€ndern als gesichert rechtsextrem. Strikter sieht es ein Drittel der UnionswĂ€hler: FĂŒr sie sollte die AfD in keinem Fall AusschĂŒsse leiten dĂŒrfen. Campact-Vorstand Felix Kolb sagte dem RND: "Die Unions-AnhĂ€ngerschaft sendet ein eindeutiges Zeichen an ihre Parteispitze: keine Normalisierung von Rechtsextremen. Damit distanzieren sich die UnionswĂ€hler eindeutig von Spahn und Co." CDU-Fraktionsvize Jens Spahn hatte vorgeschlagen, die AfD im Bundestag wie eine normale Oppositionspartei zu behandeln. Die AfD bekĂ€me dann den Vorsitz von wichtigen AusschĂŒssen, wie zum Beispiel den Innen- oder Haushaltsausschuss. Als Vorsitzende könnten AfD-Abgeordnete zentrale AblĂ€ufe im Parlament kontrollieren. Fast zwei Drittel der von Kantar Befragten (65 Prozent) hĂ€lt die Denkweise von Spahn fĂŒr einen Fehler. Eine deutliche Mehrheit der UnionswĂ€hler (83 Prozent) stellt sich gegen die Meinung des möglichen nĂ€chsten Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU im Bundestag: Ein normaler Umgang mit der AfD ist fĂŒr sie ein Fehler. Das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz erstellt derzeit ein Gutachten ĂŒber die AfD. Die Teilnehmer der Umfrage wurden befragt, ob sie die Partei als eine Gefahr fĂŒr die Demokratie ansehen. Mehr als die HĂ€lfte (572 der Befragten) sagte ja, ein Drittel (333 Stimmen) verneinte die Frage und zehn Prozent hatten keine Antwort parat.


